Archive for Juni 2010

Grüße aus Amsterdam

Juni 30, 2010

Nun haben sie begonnen, die ersten Frieda-freien-Tage seit Einzug der schwarzen Hexe bei uns. Und irgendwie ist es nicht halb so schön, wie ich mir das in den ersten Wochen mit dem Welpenmonster noch ausgemalt hatte. Ich vermisse sie schrecklich und fühle mich innerlich tatsächlich irgendwie fern von dieser Großstadtwelt mit Vorträgen, Receptions und Karriereschmieden.

Trotzdem ist die Stadt natürlich sehr schön, und ich versuche, dem Ernst des Lebens alles abzugewinnen, was geht. Aber wer hätte gedacht, dass die sich für reiselustig haltende Sarah sich jemals aus Amsterdam zurück in das muckelige Fichtelgebirge zu Mann und Hund wünschen würde? Kaum vorstellbar! Was ist nur aus mir geworden? 😉

Zur Zeit befinden sich Mann und Hund allerdings ohnehin an unterschiedlichen Orten, und über Friedas Aufenthalt in Marburg kann man sich ganz formidabel hier informieren!

Und im Fichtelgebirge wurde unser parkender Frieda-Express gerammt. Guckst du! Es ist immer etwas los…

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Furminator ftw!

Juni 24, 2010

Hund haart. Ganz gewaltig. Haarige kleine Härchen.

Und da man die auf unserem Laminat so schön sehen und sich an ihnen stören kann, haben wir uns einen Furminator besorgt. Nachdem die eindrucksvollen und äußerst amüsanten online Videos der Firma ja Großes erwarten ließen, habe ich gestern das erste Mal furminiert. Und das Ergebnis war ganz ansehnlich. Ich persönlich hätte ja auch noch Stunden weitermachen können, aber ich glaube, für Frieda war die Heilsversprechung der Prozedur nicht ganz so motivierend wie für mich. Irgendwann musste ich sie also schweren Herzens ziehen lassen, aber ich hoffe, regelmäßige Fellbehandlung mit unserer neuen Hightecherrungenschaft werden ein wenig zur Verbesserung der Haarlage in unserer Wohnung beitragen.

Ansonsten melde ich uns am besten an dieser Stelle schonmal vorsorglich für die nächste Woche ab. Frauchen geht auf Tagung nach Amsterdam. Und Frieda, ja, Frieda wird jede Menge Spaß haben! Und das ohne Frauchen. 😦 Aber ich bin sehr froh, dass sie die Tage ohne mich auf dem Lande bei meinen Eltern mitsamt Schwester und Goldenkumpeline Jamie verbringen darf. Ich wette, sie vermisst mich nicht halb so sehr wie ich sie!

Freiheit und Fäkalien

Juni 21, 2010

Seit einigen Tagen sind wir wieder in Tröstau und besuchen Frank. Da mein schnuckeliger Frieda-Express zum Transport ihres großen Luxuskennels nicht taugt, und wir sie nicht mehr in der vergleichsweise kleinen Autotransportbox schlafen lassen wollen, durfte sie in den letzten Tagen nächtliche Freiheit genießen. Frieda schläft grundsätzlich sehr gern in ihrem Kennel und stürmt jeden Abend voller Vorfreude auf ihr Betthupferl hinein. Und die ganze Kennelerziehung scheint sich nun auch wirklich bezahlt zu machen: Frieda hat die ganze Nacht brav auf ihrer Decke verbracht, sich nicht an der Einrichtung zu schaffen gemacht und auch nicht versucht, aufs Bett zu springen.  Nicht einmal morgens, als sie schon wach war und durch unruhiges Herumrödeln angezeigt hat, dass es ihrer Ansicht nach doch langsam mal Zeit für ein ordentliches Frühstück sei, hat sie mich am Bett belästigt. Sehr löblich, Frieda, so kommen wir zusammen! Denn so normal es auch sein mag, wenn man Hunde hat, ICH stehe nicht so sehr auf hechelnde Hundezungen in meinen Gesicht, wenn ich morgens aufwache. Aber das muss wohl jeder selber wissen. 😉

Am Samtag hatten wir dann einen echt besch******* Tag. Morgens hat sich Madame bereits vor dem Frühstück an etwas Unausprechlichem im Wald vergangen. Grrrhhh. Und mittags konnten wir dann erstmals beobachten, wie Hundi sich genüsslich auf dem Waldboden wälzt. Und, ach, was sage ich! Waldboden wäre schön gewesen, nur war der Waldboden nicht alleine, sondern geschmückt mit einem äußerst merkwürdigen Haufen, dessen Geruch Frieda scheinbar in völlige Extase und mich wenig später in Kreislaufprobleme gestürzt hat. Nunja, gelesen hatte ich davon schon, von dieser Angewohnheit mancher Hunde, sich mit Vorliebe in Fäkalien zu wälzen. Bisher gefiel mir jedoch die Vorstellung ganz gut, dass unser Hund scheinbar nicht zu dieser illustren Runde gehört. Pustekuchen. Zuhause war dann also das erste Abbrausen in der Duschwanne fällig. Hier sind wohl durchaus lobende Worte angebracht, denn Friedalein hat die ganze Prozedur in unerschrockener Friedamanier über sich ergehen lassen. Wasser im Ohr ist zwar blöde, aber schocken kann sie so schnell nichts. 🙂 Aber ein Fäkaltag wäre kein Fäkaltag, wenn wir nicht auf unserer abendlichen Runde erneut eine köstliche Hinterlassenschaft erschnüffelt und angeknabbert hätten. Ich bin sicher, man hat mein Gebrüll noch in Bamberg gehört… Und nun bewache ich den Rest des Gourmethappens jeden Tag, wenn wir dort vorbeigehen, und Frieda lernt: „Nein, ich möchte nicht. Diese Sch***** fress ich nicht!“

Du bist, was du isst

Juni 10, 2010

Bisher haben wir Frieda ja mit Josera Kids und Josera Optiness gefüttert. Eigentlich waren wir auch recht zufrieden, wäre da nur nicht das immer wiederkehrende morgendliche Würgen, das Frieda bekommt, wenn sie länger nichts im Magen hatte.

Wir werden deswegen auf jeden Fall demnächst mal ein Blutbild machen lassen, nur um auszuschließen, dass es sich um etwas Ernsteres handelt. Allerdings tippe ich bisher eher auf entweder a) einen generell emfpindlichen Magen, der von drei Mahlzeiten am Tag verwöhnt ist, oder auf b) eine Futtermittelunverträglichkeit, die unter anderem die Magensäureproduktion erhöht. Oder so. 😉

Der Futterdschungel ist ja ziemlich dicht und unüberschaubar, die Werte in den Herstellerangaben irgendwie sinnvoll umzurechnen und alles auf den eigenen Hund hin zu überpürfen, erscheint mir wie eine Lebensaufgabe.

Also wagen wir nun einfach das Experiment und probieren etwas Neues aus, nämlich Wolfsblut Alaska Salmon. Das gefällt mir vor allem wegen des mittleren Proteingehaltes und des geringen Rohascheanteils, aber auch, weil nicht so viel Kräutergedöns beigesetzt ist. In anderen Punkten sehe ich durchaus Schwächen, so sind einige Vitamine viel zu reichhaltig beigemischt. Allerdings konnte ich im Internet keinen Hinweis darauf finden, dass eine Überdosierung in diesen Fällen negative Folgen für den Hund hat. Und ich bezweifle, dass das Vitaminangebot bei anderen Trockenfuttersorten durchweg moderater ausfällt…

Wenn ich mal eine große Gefriertruhe habe, wage ich mich vielleicht auch ans Barfen. Aber das muss noch warten.

Erste Hilfe

Juni 9, 2010

Bei dem Wetter hilft nur

Wasser…

oder Wasser…

oder Hecheln, der kühle Küchenfußboden und ein feuchtes Handtuch…

Das vorerst letzte Gruppentrainig…

Juni 9, 2010

… haben wir am Sonntag in Höchstadt absolviert. Der Welpenkurs ist vorbei und nach reiflicher Überlegung haben wir beschlossen, mit Frieda vorerst nur noch das Einzeltraining zu besuchen.

Allerdings mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn sowohl Kerstin, die Kursleiterin, als auch unsere zweibeinigen und vierbeinigen Kursmitstreiter sind uns ans Herz gewachsen. Erst vor Kurzem waren wir mit allen gemeinsam Frühstücken, was sehr schön war.

Doch Frieda bekommt das Gruppentraining einfach nicht besonders. Wir üben zwar fleißig zuhause, können aber mit den älteren Hunden im Kurs nicht recht mithalten. Zudem ist unser Schützling dann doch ein rechter Flat-Hibbel, wenn es darum geht, zu warten und anderen Hunden bei der Arbeit zuzusehen. Natürlich ist es wichtig, dass sie das lernt, aber ich denke, mit Zeit und Gelassenheit wird das am ehesten klappen. Momentan ist mir das Risiko einfach zu hoch, dass sie in der Gruppe zu sehr hochdreht. Dann sind wir nämlich die nächsten Tage nur damit beschäftigt, Stress abzubauen und wieder runterzukommen, was einfach schade ist.

Eigentlich machen wir also nur Pause. Wir kommen wieder. Bestimmt.

Endlich Sommer

Juni 6, 2010

Endlich, denkt Mensch sich, ist der Sommer da! Doch wird die Freude des Hundehalters an Grillparties bei brütender Hitze durchaus getrübt, wirft man einen Blick auf seinen vierbeinigen Schützling, der konsterniert vor sich hin hechelnd jeden Schatten aufsucht, der sich finden lässt. Nun, ändern kann ich an dem Wetter nichts, liebe Frieda. Und so richtig wollen tue ich das auch gar nicht, so leid es mir tut!

Ansonsten ist unsere junge Dame aber wieder fit. Bereits nach einem Tag Fasten hat sich alles wieder normalisiert, nach zwei weiteren Tagen Schonkost haben wir dann wieder angefangen, sie normal zu füttern. Und sie scheint es gut zu vertragen.

Ansonsten hat Madame das Aufnehmen, Tragen und Bringen von Gegenständen jeder Art nun so richtig für sich entdeckt. Zwar hat sie auch vorher schon gern Beute gemacht, aber mittlerweile verzieht sie sich mit dieser nicht mehr klammheimlich in irgendeine Ecke, sondern präsentiert uns alles stolz, was sie so findet. Ausgeben ist dann auch kein Problem mehr – am Anfang hingegen wollten sich die Zähnchen häufig so gar nicht gerne lockern.

Nach unserem Einkauf gestern ist mir dann eine Viererpackung Küchenrolle aus dem Kofferraum gepurzelt und: schwupps! hatte Frieda sie sich gepackt. Aber anstatt sie an Ort und Stelle zu zerfetzen, was ihrem bisherigen Naturell entsprochen hätte, hat sie sie brav aufgenommen, über die Straße getragen und sogar ein paar schwere Stufen hochgewuchtet, bevor wir dann, in der Küche angekommen, einen Tauschhandel vollzogen haben. Endlich konnte ich die Blicke der Passanten auf mich und meinen Hund mal genießen! Nein, nicht Leine zergeln war der Anlass für Schaulustige, sondern der fleißige, ach-so-niedliche-Hund, der Frauchen die Einkäufe nach Hause trägt. Jucheih!

Der Patient

Juni 1, 2010

Oh, weh, mein armer Spatz ist krank!

Gestern Nacht musste ich zwei Mal raus, weil Frieda sich fiepend gemeldet hat und Durchfall hatte. Die zermatschten Kartoffeln, die sie dann heute morgen um 11 Uhr bekomme hat, hat sie leider auch nicht bei sich behalten und sich eben übergeben.

Nun ist also Fasten angesagt. Da es ihr sonst gut geht (sie will spielen und ist dauernd auf der Suche nach Futter), werde ich mit einem eventuellen Tierarztbesuch wohl bis morgen warten. Und nachher wird schon mal fleißig Schonkost eingekauft, denn die ist in den nächsten Tagen mit Sicherheit fällig.

Gute Besserung, meine Maus!