Freiheit und Fäkalien

Seit einigen Tagen sind wir wieder in Tröstau und besuchen Frank. Da mein schnuckeliger Frieda-Express zum Transport ihres großen Luxuskennels nicht taugt, und wir sie nicht mehr in der vergleichsweise kleinen Autotransportbox schlafen lassen wollen, durfte sie in den letzten Tagen nächtliche Freiheit genießen. Frieda schläft grundsätzlich sehr gern in ihrem Kennel und stürmt jeden Abend voller Vorfreude auf ihr Betthupferl hinein. Und die ganze Kennelerziehung scheint sich nun auch wirklich bezahlt zu machen: Frieda hat die ganze Nacht brav auf ihrer Decke verbracht, sich nicht an der Einrichtung zu schaffen gemacht und auch nicht versucht, aufs Bett zu springen.  Nicht einmal morgens, als sie schon wach war und durch unruhiges Herumrödeln angezeigt hat, dass es ihrer Ansicht nach doch langsam mal Zeit für ein ordentliches Frühstück sei, hat sie mich am Bett belästigt. Sehr löblich, Frieda, so kommen wir zusammen! Denn so normal es auch sein mag, wenn man Hunde hat, ICH stehe nicht so sehr auf hechelnde Hundezungen in meinen Gesicht, wenn ich morgens aufwache. Aber das muss wohl jeder selber wissen. 😉

Am Samtag hatten wir dann einen echt besch******* Tag. Morgens hat sich Madame bereits vor dem Frühstück an etwas Unausprechlichem im Wald vergangen. Grrrhhh. Und mittags konnten wir dann erstmals beobachten, wie Hundi sich genüsslich auf dem Waldboden wälzt. Und, ach, was sage ich! Waldboden wäre schön gewesen, nur war der Waldboden nicht alleine, sondern geschmückt mit einem äußerst merkwürdigen Haufen, dessen Geruch Frieda scheinbar in völlige Extase und mich wenig später in Kreislaufprobleme gestürzt hat. Nunja, gelesen hatte ich davon schon, von dieser Angewohnheit mancher Hunde, sich mit Vorliebe in Fäkalien zu wälzen. Bisher gefiel mir jedoch die Vorstellung ganz gut, dass unser Hund scheinbar nicht zu dieser illustren Runde gehört. Pustekuchen. Zuhause war dann also das erste Abbrausen in der Duschwanne fällig. Hier sind wohl durchaus lobende Worte angebracht, denn Friedalein hat die ganze Prozedur in unerschrockener Friedamanier über sich ergehen lassen. Wasser im Ohr ist zwar blöde, aber schocken kann sie so schnell nichts. 🙂 Aber ein Fäkaltag wäre kein Fäkaltag, wenn wir nicht auf unserer abendlichen Runde erneut eine köstliche Hinterlassenschaft erschnüffelt und angeknabbert hätten. Ich bin sicher, man hat mein Gebrüll noch in Bamberg gehört… Und nun bewache ich den Rest des Gourmethappens jeden Tag, wenn wir dort vorbeigehen, und Frieda lernt: „Nein, ich möchte nicht. Diese Sch***** fress ich nicht!“

3 Antworten to “Freiheit und Fäkalien”

  1. bordeauxdogge Says:

    So Fäkaltage sind cool. Die mag ich auch! Lieben Gruß die Diva

  2. working mudpaws Says:

    AHHHH, wie ekelig! Aber Frieda befindet sich tatsächlich in bester Gesellschaft. Sowohl Cosma als auch Hannes gehen (ungefragt) zu Douglas und stinken danach zum Gotterbarmen. Das Du da Kreislauf hattest kann ich mehr als nachvollziehen. Bisher hat mich Fienchen auch verschohnt aber ich fürchte es wird nicht für immer so bleiben 😦
    Ganz übel ist das Wällern in totem Fisch!!! Da hat man noch Tage später was von.

  3. Du hast es nicht anders gewollt! « Life of Frieda Says:

    […] so wurde Frieda heute das zweite Mal in ihrem Leben gebadet. Natürlich aus gutem Grund. Und das erste Mal auch an bestimmten Stellen, die mit dem Unausprechlichen in Berührung gekommen […]

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