Archive for Juli 2010

Ein großer Auftritt

Juli 28, 2010

Ob es ein solcher wird, wage ich zu bezweifeln. Dennoch sind Frieda und ich seit gestern zu unserer ersten Ausstellung angemeldet!

Nachdem ich gesehen hatte, dass am 4. September eine Spezial-Rassehundeausstellung in Lich stattfindet, konnte ich nicht widerstehen. Lich ist nicht weit von Marburg, unserer alten Heimat entfernt, und da dort ohnehin ein Besuch Ende August anstand, passte es einfach zu perfekt!

Leider ist Frieda dann bereits neun Monate alt, sodass wir gleich in der Jugendklasse starten müssen. Was die körperliche Entwicklung angeht, kann sie also sicher nicht mit den älteren Hunden in der Klasse mithalten. Aber das ist ja auch halb so wild, wir machen das ohnehin just for fun. Und ich bin wirklich schon gespannt darauf, etwas Ringatmosphäre zu schnuppern.

Nun wird natürlich fleißig das Steh geübt, eine Ausstellungsleine in schwarz ist auch schon gekommen. Zum Glück haben wir erfahren, dass Carolin auch in Lich sein wird. Und Friedas großer Halbbruder Ennjo ist ebenfalls mit von der Partie. Es verspricht also auf jeden Fall ein toller Tag zu werden!

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Wesen? – Retriever!

Juli 27, 2010

In den letzten Wochen hat Frieda einen merklichen Entwicklungsschub durchgemacht. Nicht nur körperlich, sondern vor allem auch geistig.

Ich muss ja gestehen, dass ich mich in den ersten Wochen und Monaten hin und wieder gefragt hatte, ob ich da wirklich einen Retriever habe. Will to please? – Denkste! Apportieren? – Och, nö, Dummy ist langweilig und den Rest behalte ich eh selbst! Teamarbeit? – Warum sollte ich? Du willst doch sowieso immer nur komische Sachen von mir!

Mittlerweile hat sich das alles absolut gewandelt.

Frieda hat einen unglaublichen Arbeitswillen entwickelt. Es macht richtig Spaß mit ihr, sie hat immer Lust, etwas zu tun, und lässt für gemeinsame Übungen (fas) alles stehen und liegen. Dummies sind mittlerweile das Größte, ganz ohne, dass ich viel dafür hätte tun müssen. Und der Gehorsam ist insgesamt auch richtig gut geworden.

Ok, ein paar erste pubertäre Tage hatten wir auch schon. Aber nicht viele. Und selbst wenn es noch schlimm werden sollte, lässt ihr derzeitiges Verhalten ja schon auf die Zeit nach der Hormonachterbahn hoffen.

Am wichtigsten ist für uns vermutlich jetzt eher, nicht zu viel zu machen. Und vor allem nicht das Falsche. Carolin sagte es sinngemäß so: Ein Flat denkt immer, er weiß am besten, wie alles funktioniert. Also los, schnell, ich will das machen! Der Hundeführer hat also die Aufgabe, Hundi mit Kreativität und Überraschungen klar zu machen: Frauchen weiß immer noch besser, wie alles funktioniert. Also los, schnell, sag mir was ich machen soll!

Was lernen wir daraus? Immer das Unerwartete zu tun! Ganz schön anstrengend. 🙂

Follikulitis

Juli 25, 2010

Nachdem wir unseren ersten Durchfall ja überstanden haben, folgt nun wohl ein weiterer Kandidat in der Riege der Junghunderkrankungen: die entzündliche Follikulitis.

Frieda hatte schon länger gerötete Augen, nun kam auch noch eitriger Ausfluss dazu.  Also ein Fall für den Tierarzt. Nach der Diagnose gab es eine Spritze gegen die Entzündung und eine Augensalbe mit Antibiotikum und Cortison, die sie nun drei Mal täglich in beide Augen bekommt.

Wenn Entzündung und Infektion abgeklungen sind, hoffen wir einfach mal, dass es keine Schwierigkeiten mit den Follikeln mehr gibt, und sich die Sache im Laufe der Zeit auswächst.

We did it!

Juli 14, 2010

Und gleich die Erfolgsmeldung: Frieda schwimmt! 🙂

Eben gerade waren wir wieder in der Bucht. Erster Gedanke: Oh, Schreck, da ist ganz viel los, andere Badegäste und Hunde! Aber nach kurzem Beschnuppern mit den eher mürrischen vierbeinigen Kollegen vor Ort ist Frieda wieder brav mit mir des Weges gegangen.

Dann ging es also wieder los, mit dem Schwimmtraining. Ich habe das Dummy zunächst so weit rein wie gestern geworfen, Frieda war gleich begeistert bei der Sache. Und dann immer ein Stückchen weiter raus. Und tatsächlich! Sehr bald ist sie dann immer ein bis zwei Meter bis zum Dummy geschwommen, ich konnte bereits zarte Paddelansätze sehen. Spaß gemacht hat es ihr wohl auch, sie konnte auf jeden Fall nicht genug bekommen.

Ein Wurf geriet mir dann etwas zu weit. Frieda schwamm hinterher, die Paddeldistanz war ihr aber dann doch zu weit, und sie drehte ab. Das Dummy drohte natürlich in den Main zu treiben, es war schon so gut wie weg. Also bin ich an Frieda vorbei ins Wasser gesprungen und dem Dummy hinterher. Dabei habe ich mir zwar die gesamten Beine an Steinen aufgeschlagen, aber es hat sich gelohnt: Frieda sah, wie ich dem Dummy hinterher schwamm, nahm allen Mut zusammen und folgte mir. Als ich mich mit dem grünen Säckchen zu ihr umdrehte, kam sie mir mit weit aufgerissenen Augen wild paddelnd entgegen. Ich glaube, sie war schwer von sich selbst beeindruckt. Also, schnell das Dummy zur Motivation zwischen uns geworfen, sie gibt nochmal Gas, erreicht die Beute, und wir gehen gemeinsam glücklich wieder an Land.

Und als wäre das alles nicht schön genug, hat sich nebenbei auch noch herausgestellt, dass Frieda Beute wohl noch toller findet als andere Hunde. Einen Golden, der zwischendurch zu uns kam, hat sie völlig links liegen gelassen: Lieber Säckchen holen! Und ein bisschen hoffe ich natürlich auch, dass es nicht nur die Beute ist, die sie liebt, sondern auch das gemeinsame Spiel mit mir. 😉

Meine Maus, ich bin stolz auf Dich! Dein Seepferdchen hast Du Dir redlich verdient!

Schwimm, Frieda, schwimm!

Juli 14, 2010

Gestern waren wir mal wieder am Baggersee in Viereth. Dieser ist eigentlich kein richtiger See, sondern eher eine Bucht des Mains, die zusätzlich durch eine kleine Kiesinsel etwas abgeschirmt wird. Also keinerlei Algen oder Gezeugs, von dem Hundi sonstwas bekommen könnte.

Frieda steht ja mittlerweile total auf Wasser – zumindest nimmt sie jeden Graben nebst Waldwegen und jedes Wasserloch am Wegesrand mit. Doch Schwimmen mag sie bisher immer noch nicht. In Viereth sind die Bedingungen zum Üben aber optimal: Es geht schön seicht ins Wasser, Frauchen kann ebenfalls rein und mit gutem Vorbild vorangehen, außerdem ist meist nicht sehr viel dort los.

Heute ging es also an der 5m-Leine ins Wasser, ich voran, Frieda hinterher, bis ihr das Wasser auf Achselhöhe stieg. Und dann hieß es: Abwarten! Zuerst habe ich versucht, sie mit einem Rinderkaustreifen zu locken, so etwas kannte sie noch gar nicht. Geraucht hat ihr Schädel schon, aber letztlich war es ihr das dann doch nicht wert.

Effektiver war dann schon das Dummy, DAS wollte sie wirklich haben. 🙂 Also habe ich immer ein Stückchen weiter raus geworfen und Frieda hat fleißig apportiert. Sie hat gar nicht genug bekommen. Am Ende waren wir immerhin soweit, dass sie hin und wieder die Bodenhaftung mit allen vier Pfoten verloren hat. So richtig geschwommen ist sie dann zwar nicht, aber jetzt fehlt wirklich nur noch ein kleines Bisschen!

Schwimm, Frieda, schwimm!

Gut geplant, ist halb gewonnen

Juli 12, 2010

Frieda ist am 8. Juli acht Monate alt geworden und so langsam mache ich mir intensivere Gedanken über die weitere Ausbilung vor allem im Bereich Dummy.

Zunächst habe ich mir mal ordentliche Lektüre zum Schmökern bestellt, schließlich beruhte mein Wissen über Dummy-Arbeit bisher vor allem auf relativ vagen Vorstellungen. Die Kosmos-Retrieverschule von Norma Zvolsky habe ich günstig im Antiquariat erstanden, weswegen das Budget auch noch für die neue Apportierbibel von Tineke Antonisse-Zijda gereicht hat.

Nun habe ich mich also richtig eingelesen, in die aufregende Welt der Dummyarbeit, und so langsam setzen sich die einzelnen Puzzleteile des bisherigen Trainings zu einer Gesamtvorstellung von den Fernzielen zusammen, um die es eigentlich geht. Desweiteren habe ich durch ein Studium der Prüfungsordnungen des DRC nun auch eine klare Vorstellung davon, was im Einzelnen verlangt wird und vor allem, welches die No-Gos sind, die es zu vermeiden gilt.

Bisher habe ich mit Frieda ja bereits Fußlaufen, das Bleib im Sitz und Platz, das Voran auf eine und zwei Futterschüsseln, den Suchenpfiff und einfache Markierungen geübt. Nun stellt sich heraus, dass das alles schon sehr sinnvoll ist, ich nun aber richtig heiß darauf bin, mit meinem Mehrwissen das Training noch bewusster und geplanter anzugehen.

Heute in der Früh haben wir beispielsweise die Bestandteile des Einweisens wiederholt. Zunächst habe ich unbemerkt von Frieda ein paar Leckerchen im Gras versteckt, sie auf mich aufmerksam gemacht und sie dann mit der Nase am Boden und Suchenpfiff in das Gebiet geschickt.

Ein paar Minuten später gab es das Voran auf zwei Futterschüsseln. Die eine Schüssel bleibt dabei immer leer, damit Frieda lernt, dass sie nach dem Ausschlecken der Schüssel, auf die ich sie geschickt habe, gleich zu mir zurückkommen soll. Geht sie zum zweiten Napf – Pech gehabt, nichts drin! Aber das hat sie schon prima verinnerlicht, und so konnte ich sie problemlos abwechselnd auf beide Näpfe schicken, obwohl wir uns mittlerweile schon an einen relativ engen Winkel der Schüsseln zueinander (ca. 70°) vorgearbeitet haben. Dass während des Befüllens der Näpfe brav gewartet wird, und natürlich ordentlich die Grundposition eingenommen wird, bevor sie geschickt wird, ist ebenfalls klar.

Zu guter Letzt habe ich dann etwas päter auf einem breiten Forstweg heimlich ein Dummy ausgelegt. Wir sind dann ein Stück weitergegangen, bevor ich Frieda herangerufen und in die Grundstellung genommen habe. Dann hatte sie das Dummy auch schon entdeckt und ist auf mein Voran begeistert losgeprescht. Auch das Zurückkommen klappte ganz gut – nur das Abgeben sieht noch nicht so schön aus. Aber das werden wir wohl mal separat angehen müssen.

Auf anderen Spaziergängen werden dann eben andere Sachen geübt. Momentan auch sehr viel Steadiness, z. B. bekommt Frieda ein Sitz und Bleib, ich gehe dann ein Stück weiter und werfe ein Dummy erst relativ dicht vor mich und dann immer näher zu Frieda. Sie muss natürlich brav sitzen bleiben, und das macht sie ganz toll! Zur Belohnung bringe ich ihr das Dummy am Ende, sie darf es in den Fang nehmen und wir rennen ein Stück um die Wette, bis sie es mir zurückgeben muss.

Wie haben noch viiiiieeeeel zu lernen. Aber man sieht stetig Fortschritte und es macht meistens auch richtig viel Spaß. Zumindest dann, wenn Madame nicht einen ihrer vorpubertären Null-Bock-Tage hat. Ja, das kommt nämlich auch immer häufiger mal vor.

Moppel-Frieda

Juli 7, 2010

Wie das nach einem ordentlichen Urlaub so ist, kommt man gerne auch mal mit etwas mehr Substanz auf den Rippen nach Hause – das Essen in fremden Ländern ist ja auch sooooo lecker!

Frauchen ging das so (die Holländer frittieren ja aber auch wirklich ALLES), und Frieda ging es ähnlich. Frittiertes hat sie sicher nicht bekommen, und im Ausland war sie ja auch nicht gerade, aber gestern beim Training viel zu allererst mal auf: Ui, die hat aber zugelegt!

Nein, keine Angst, fett ist unsere Frieda nicht, lediglich ein kleines Kilo könnte runter, damit ihre schlanke Taille wieder richtig zur Geltung kommt. Und wie mir versichert wurde, ist das problemlos in zwei Tagen machbar (in dem Alter…).

Ich schätze, durch die Futterumstellung hat sich Friedas Mengenbedarf einfach verändern, d. h. sie verwertet das Wolfsblut erheblich besser als das Josera. Das äußert sich auch darin, dass sie statt ihrer ehemals vier großen Geschäfte am Tag nur noch zwei bis drei zu verrichten hat. Die Gastgeber in Marburg trifft also keine Schuld (außer vielleicht meinen Paps, der normalerweise mit Hunden Freundschaft schließt, indem er leckere Happen Menschennahrung fallen lässt – aber auch das glaube ich nicht!).

Tja, Friedas Kilo bekommen wir schon runter – fragt sich nur, wie das mit Frauchens Moppel-Ich so wird?

Ihre Majestät

Juli 5, 2010


Home, sweet home

Juli 5, 2010

Seit gestern sind die schwarze Hexe und ich wieder in Bamberg und die arme Jamie kommt endlich dazu, sich mal richtig auszuschlafen. Und auch Frieda genießt die erneute Ereignislosigkeit unseres gemeinsamen Alltagstrotts und verpennt bisher die meiste Zeit.

Trotzdem bin ich mir sicher, dass sie, wenn man sie fragen würde, ob sie lieber gerne wieder alle Zwei- und Vierbeiner aus Marburg um sich hätte, begeistert nach Action schreien würde: Natürlich! Jaaaaa! Das nächste Treffen kommt bestimmt, Friedamaus.

Egal ob Amsterdam, Marburg, Bamberg oder Tröstau, eine unausweichliche Gemeinsamkeit verfolgt uns überall hin: die fürchterliche Hitze. Ich weiß gar nicht, was ich mit dem armen Schwarztier so machen soll, sie ins Auto zu packen, um ins Auslaufgebiet zu fahren, grenzt schon an Tierquälerei. Also ist erstmal Siesta angesagt. Und übrigens: Ab Donnerstag knacken die Temperaturen wieder regelmäßig die 30°C-Grenze. Hallelujah!

Und weil sie so schön geworden sind, hier nochmal zwei der Fotos, die Kathrin letzte Woche von der Hexe geschossen hat. Danke, Kathrin!

Im Porträt:

Und mit Kumpeline Jamie:

Falls Euch die Bilder auch so gut gefallen wie mir: Demnächst bekomme ich Nachschub!