Gut geplant, ist halb gewonnen

Frieda ist am 8. Juli acht Monate alt geworden und so langsam mache ich mir intensivere Gedanken über die weitere Ausbilung vor allem im Bereich Dummy.

Zunächst habe ich mir mal ordentliche Lektüre zum Schmökern bestellt, schließlich beruhte mein Wissen über Dummy-Arbeit bisher vor allem auf relativ vagen Vorstellungen. Die Kosmos-Retrieverschule von Norma Zvolsky habe ich günstig im Antiquariat erstanden, weswegen das Budget auch noch für die neue Apportierbibel von Tineke Antonisse-Zijda gereicht hat.

Nun habe ich mich also richtig eingelesen, in die aufregende Welt der Dummyarbeit, und so langsam setzen sich die einzelnen Puzzleteile des bisherigen Trainings zu einer Gesamtvorstellung von den Fernzielen zusammen, um die es eigentlich geht. Desweiteren habe ich durch ein Studium der Prüfungsordnungen des DRC nun auch eine klare Vorstellung davon, was im Einzelnen verlangt wird und vor allem, welches die No-Gos sind, die es zu vermeiden gilt.

Bisher habe ich mit Frieda ja bereits Fußlaufen, das Bleib im Sitz und Platz, das Voran auf eine und zwei Futterschüsseln, den Suchenpfiff und einfache Markierungen geübt. Nun stellt sich heraus, dass das alles schon sehr sinnvoll ist, ich nun aber richtig heiß darauf bin, mit meinem Mehrwissen das Training noch bewusster und geplanter anzugehen.

Heute in der Früh haben wir beispielsweise die Bestandteile des Einweisens wiederholt. Zunächst habe ich unbemerkt von Frieda ein paar Leckerchen im Gras versteckt, sie auf mich aufmerksam gemacht und sie dann mit der Nase am Boden und Suchenpfiff in das Gebiet geschickt.

Ein paar Minuten später gab es das Voran auf zwei Futterschüsseln. Die eine Schüssel bleibt dabei immer leer, damit Frieda lernt, dass sie nach dem Ausschlecken der Schüssel, auf die ich sie geschickt habe, gleich zu mir zurückkommen soll. Geht sie zum zweiten Napf – Pech gehabt, nichts drin! Aber das hat sie schon prima verinnerlicht, und so konnte ich sie problemlos abwechselnd auf beide Näpfe schicken, obwohl wir uns mittlerweile schon an einen relativ engen Winkel der Schüsseln zueinander (ca. 70°) vorgearbeitet haben. Dass während des Befüllens der Näpfe brav gewartet wird, und natürlich ordentlich die Grundposition eingenommen wird, bevor sie geschickt wird, ist ebenfalls klar.

Zu guter Letzt habe ich dann etwas päter auf einem breiten Forstweg heimlich ein Dummy ausgelegt. Wir sind dann ein Stück weitergegangen, bevor ich Frieda herangerufen und in die Grundstellung genommen habe. Dann hatte sie das Dummy auch schon entdeckt und ist auf mein Voran begeistert losgeprescht. Auch das Zurückkommen klappte ganz gut – nur das Abgeben sieht noch nicht so schön aus. Aber das werden wir wohl mal separat angehen müssen.

Auf anderen Spaziergängen werden dann eben andere Sachen geübt. Momentan auch sehr viel Steadiness, z. B. bekommt Frieda ein Sitz und Bleib, ich gehe dann ein Stück weiter und werfe ein Dummy erst relativ dicht vor mich und dann immer näher zu Frieda. Sie muss natürlich brav sitzen bleiben, und das macht sie ganz toll! Zur Belohnung bringe ich ihr das Dummy am Ende, sie darf es in den Fang nehmen und wir rennen ein Stück um die Wette, bis sie es mir zurückgeben muss.

Wie haben noch viiiiieeeeel zu lernen. Aber man sieht stetig Fortschritte und es macht meistens auch richtig viel Spaß. Zumindest dann, wenn Madame nicht einen ihrer vorpubertären Null-Bock-Tage hat. Ja, das kommt nämlich auch immer häufiger mal vor.

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Eine Antwort to “Gut geplant, ist halb gewonnen”

  1. working mudpaws Says:

    Sehr gute Lektüre von Tineke! Ist auch meine Bibel….
    Kaum zu fassen wie schnell die Schnuffis groß werden Fienchen ist jetzt ist auch schon 5 1/2 Monate …
    Freue mich schon mehr über euer Training zu lesen.

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