Archive for September 2010

Oh, Schreck!

September 17, 2010

Wir leben ja nun in der Natur. So richtig. Das hat viele Vorteile, sorgt aber auch manchmal für Spannung, zum Beispiel wenn man dem ein oder anderen Bewohner dieser Natur begegnet.

Bereits im März hatten wir ja ein lustiges Zusammentreffen mit sich im Liebesrausch befindlichen Fröschen. Ansonsten hat sich der Wald um uns herum bisher verdächtig still verhalten. Doch heute war es so weit. Das Monster hat sich gezeigt.

Aber eins nach dem anderen.

Frieda und ich waren an der Luisenburg unterwegs und haben, um den Rückweg etwas abzukürzen, irgendwann den geschotterten Forstweg verlassen und sind auf einem etwas verwachseneren Pfad weitergegangen. Irgendwann hob Frieda dann die Nase in den Wind und schnüffelte. Gut, das macht sie öfter. Und wenn Hund schnüffelt, ist da natürlich immer irgendwas, aber das könnte a) ziemlich klein und scheu sein, weshalb ich es sowieso nie herausbekommen würde, oder b) ziemlich klein und essbar, weshalb ich es sowieso nie herausbekommen möchte. So war es bisher immer. Und einer Spur nachgehen, das hat sie noch nie gemacht.

Doch heute war der Duft in der Luft scheinbar besonders interessant, Frieda hob weiter interessiert den Kopf und blieb dann sogar stehen. Oha, Obacht, was geht hier vor? Und dann habe ich es gesehen, einen Rehpopo, ungefähr sechs Meter vor uns im Gebüsch. Und dann hat Frieda es gesehen. Das Monster, ein Wesen unaussprechlichen Grauens.

Und was macht klein Frieda in solchen Situationen? Ist doch klar, Unsicherheit wird natürlich mit einem mords Radau in Form von Bellen und Knurren kaschiert. Der Rehpopo hat daraufhin das Weite gesucht, mein Hund war jedoch erstmal längere Zeit nicht zu beruhigen. Dem Tierchen nachzugehen, wäre ihr in dieser Situation auf jeden Fall nicht im Traum eingefallen (Gott sei Dank, das Ding ist weg!).

Sie war tatsächlich quasi nicht ansprechbar, völlig außer sich. Also habe ich mich zwischen sie und den Erscheinungsort des Rehpopos gestellt und sie ins Sitz gebracht. Das ging tatsächlich einigermaßen. Und dann haben wir „Schau“ geübt. Ja, Frieda, ich bin hiiiiiiiier. Schau? Mit normalen Leckerchen war nichts zu machen, aber da ich mittlerweile auf fast alles vorbereitet bin, befindet sich in meiner Tasche stets ein Sammelsurium nach Gaumenfreuden gestaffelter Leckereien. Also musste der Thunfisch herhalten. Der hat dann allerdings auch Erfolg gebracht. Schau, Frieda schaut, Thunfisch rein. Ich habe dann versucht, die Konzentration auf mich etwas auszubauen, die Maus war aber wirklich ziemlich irritiert. Trotzdem haben wir uns nach ein paar Minuten dann aber wieder mehr oder weniger gesittet auf den Weg machen können.

Ok, meine Kleine, auf die Jagd gehen wir vorläufig nicht. Wild verbellen haben die da, glaube ich, nicht so gern. Aber das muss ja auch nicht sein. Was taucht das Reh auch einfach so unangemeldet vor uns auf? Das denkt wohl, es wär wer. Trotzdem werden wir wohl früher oder später nochmal den Wildpark aufsuchen, damit Monster und Rehe demnächst nicht mehr verwechselt werden. Das haben wir zwar schonmal gemacht, aber das ist schon länger her, und Frieda entwickelt wohl derzeit nochmal eine ganz neue Sicht der Welt.

Momentan ist sie tatsächlich allgemein in einer sehr schreckhaften, eher ängstlichen Phase. Ich habe allerdings gelesen, dass das in einem gewissen Alter recht normal ist. Und solange das so ist, heißt es für mich wohl einfach: Cool bleiben!

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Die kleine Suche

September 17, 2010

Seit einiger Zeit üben wir schon den Suchenpfiff für die kleine Suche. Bisher habe ich dafür einfach einige Leckerchen im Gras verteilt, Frieda durfte mir dabei zuschauen. Dann habe ich sie abgeholt und wir sind frei bei Fuß bis zur Suchenstelle gegangen. Dann gab’s ein verbales Such, eine kreisende Handbewegegung über dem Boden und den Suchenpfiff. Und nachdem alles weggeschlabbert war, natürlich ein dickes Lob!

Nun haben wir begonnen, auch mal eine kleine Suche mit Pocket-Dummies dazwischen zu schieben. Hierbei ist besonders wichtig, dass Frieda auch wirklich mit der Nase sucht, und die Dummies nicht etwa schon früh mit dem Auge erkennen kann.

Also bin ich in der letzten Woche über Reisighaufen und Heidelbeerstrauchansammlungen hergefallen und habe Dummies versteckt. Und wie. Gestern habe ich vier Stück so dermaßen tief in einen Holz- und Stöckehaufen eingearbeitet, dass ich schon bei den Vorbereitungen ein schlechtes Gewissen hatte, dass ich es vielleicht wieder übertreibe.

Aber Pustekuchen. Frieda hat mir alle vier gebracht, hübsch nacheinander. Und es war so toll anzusehen, wie sie, wenn sie eines ausgemacht hatte, gewühlt, gezerrt und gegraben hat, bis sie es dann im Maul hatte und mit stolz geschwellter Brust zu mir gerannt kam. Das hast Du toll gemacht, meine Maus, ich bin stolz auf Dich!

Reisevorbereitungen

September 15, 2010

Endlich ist es so weit, der Urlaub naht! Nach unseren sechs Tagen im Bayerischen Wald haben wir uns nochmal längere und etwas exotischere Ferien verdient, und so soll es am Samstag gen Kroatien gehen.

Ich bin ja heilfroh, dass Friedas erste Läufigkeit nun bereits hinter uns liegt – die Vorstellung von einer Meute halbwilder kroatischer Hofhunde, die vor unserem Ferienhaus kampieren, hat mir nicht so zugesagt. 🙂

Trotzdem gibt es bei unserer ersten Auslandsreise mit Hund einiges zu beachten, vor allem natürlich geeignete Prophylaxe gegen all die unangenehmen, gemeinen und fieslichen Mittelmeererkrankungen, die Hund so heimsuchen können. Heute waren wir also beim Tierarzt und Frieda ist nun mit Scalibor (das hatte sie schon vorher) und Advocate chemikalisch bestens ausgerüstet. Wie schrieb jemand in einem Forum nochmal so schön: Jetzt habe ich einen Chemie-Hund! Aber besser ein Chemie-Hund als ein Herzwurm-Hund oder was es dort noch so alles gibt…

Darüber hinaus sind wir mit einem kleinen Erste-Hilfe-Set für Vierbeiner, homöopathischen Mitteln gegen Durchfall, Augenentzündung und Scheinträchtigkeit sowie natürlich diversen Zeckenzangen (die wir hoffentlich nicht brauchen werden) bewaffnet.

Auf geht’s, der Sonne entgegen!

Ein Morgenspaziergang

September 12, 2010

Da momentan das Wetter so schön ist, haben wir auf unseren heutigen Morgenspaziergang mal die Kamera mitgenommen. Zum Spazierengehen ist es wirklich toll hier, der Wald direkt vor der Haustür.

So geht es von unserer Wohnung aus los:

Etwas weiter dann der Blick zurück aufs Dorf:

Frieda passt natürlich auf:

Und trotz unserer Ausstellungsabwesenheit üben wir natürlich weiterhin das Steh an unterschiedlichen Orten:

Stopp-Sitz-Pfiff

September 9, 2010

Leider habe ich den Sitzpfiff bisher sträflich vernachlässigt, sodass Frieda bisher keine sichere Verknüpfung zwischen dem Pfiff und dem Befehl Sitz herstellen konnte.

Nun möchte ich ihr langsam beibringen, dass sie sich auf den Pfiff sofort setzen soll, weil dann etwas gaaaaaanz Tolles passiert. Da ich den Sitz-Pfiff also sofort als Stopp-Sitz-Pfiff einführen möchte, werde ich ihn wohl nicht für das alltägliche Sitz verwenden, sondern nur in Situationen, in denen auf das Sitzen auch etwas ganz Besonderes folgt. (Ist das soweit plausibel?)

Also gehe ich mit Frieda bei Fuß, in der linken Hand ein Leckerchen, in der rechte Hand versteckt ihr Lieblingsspielzeug, der Ball an der Schnur. Also, wir gehen frei bei Fuß, ich bleibe stehen, pfeife und sage „Sitz“. Setzt sie sich sofort, sage ich „Lauf!“ und werfe gleichzeitig den Ball an der Schnur. Sie fetzt los, freut sich wie Bolle, und wenn sie mir den Ball gebracht hat, fängt das Spiel von vorne an. Momentan üben wir das ganze so 3-5 Mal hintereinander auf Spaziergängen.

Wenn der Pfiff verbunden mit dem schnellen Sitzen und der positiven Erwartungshaltung richtig sitzt, will ich langsam damit beginnen, die Entfernung zwischen Frieda und mir beim Pfiff zu erhöhen.

Vor einiger Zeit hatte ich bereits zwei andere Methoden ausprobiert, ihr das Sitz auf Entfernung beizubringen. Das hat aber irgendwie nicht geklappt, weswegen ich das Vorhaben lieber wieder auf Eis gelegt hatte, weil ich immer ziemliche Angst habe, mir irgendwelche Baustellen zu schaffen…

Wie habt ihr Euren Hunden den Stop-Sitz-Pfiff beigebracht? Oder auch nur den Stopp-Pfiff, falls Euer Hund sich gar nicht hinsetzen muss? Für Erfahrungsberichte bin ich sehr dankbar!

Glück gehabt!

September 7, 2010

Das kann man so sagen. Über die anderen. Auf der Ausstellung. Frieda war nämlich nicht da und hat somit allen anderen eine faire Chance auf den Sieg gelassen. 😉

Nachdem es ja unser erstes Show-Erlebnis gewesen wäre und Frieda am 16. Tag definitiv noch mitten in der Läufigkeit steckte, haben wir am Samstagmorgen endgültig beschlossen, sie lieber zuhause zu lassen. Herrchen und Frauchen wollten natürlich trotzdem mal gucken, und das haben wir auch getan.

Der Besuch hat zumindest dafür gesorgt, dass für den menschlichen Teil des Teams das Ausstellungserlebnis beim nächsten Versuch nicht mehr ganz so neu sein wird. Man soll ja alles von der positiven Seite betrachten. Denn als wir Friedas Klasse beim Ausstellen bewundert haben, war ich schon sehr traurig, dass wir nicht dabei sein konnten.

Dieses Jahr ist der Showkalender zudem nicht mehr üppig bestückt, sodass ich vermute, dass wir wohl erst nächstes Jahr das  Vergnügen haben werden. Schade.

Ohne Worte…

September 1, 2010

… ist dieser zugegebenermaßen unterbelichtete Schnappschuss zu verstehen. Wir haben leider in zwei Zimmer der neuen Wohnung Teppichboden und überhaupt macht die Maus ja keine Anstalten, sich oder das Laminat sauber zu halten. 🙂