Archive for November 2010

Junghundeseminar bei Carolin

November 29, 2010

Gestern war es so weit, das Junghundeseminar bei Carolin fand statt, nachdem der letzte Termin leider nicht geklappt hatte.

Wir waren insgesamt fünf Hunde: Zwei Flats, zwei Labbies und ein Golden. Also eine super Gruppengröße. Alle waren sehr nett und entspannt, nur unter der Kälte hatten wir alle zu leiden. Das Wetter war zwar traumhaft schön, mit Schnee und Sonne, aber leider auch seeeeeeehr kalt.

Zunächst sollte jeder Hund einzeln aus dem Auto geholt werden und bei Fuß eine Runde über den Hof gehen, wo bereits die anderen Menschen herumstanden. Frieda und ich kamen als letzte dran, was ich super fand – schließlich wird bei uns das Warten gerade großgeschrieben! Vielen Dank nochmal dafür, liebe Carolin. 🙂 Zu Beginn ging es mehr schlecht als recht. Es war keine einzige Katastrophe, aber Frieda war einfach aufgeregt, und wenn Frieda aufgeregt ist, ist sie unkonzentriert und hibbelig. Da meine Ansprüche an das erste Gruppentraining seit langem aber auch sehr gering waren (Erwartungshaltung und so) haben wir die Runde ohne Aufreger hinter uns gebracht. Danach ging es erneut ab ins Auto. Ich glaube, Frieda war schon an dieser Stelle äußerst irritiert.

Anschließend sollten alle Hundeführer mit Hund nacheinander in einer Reihe Aufstellung nehmen. Wir wieder als letzte, an dieser Stelle klappte es schon ganz gut. Frieda begab sich brav in Grundstellung neben mich, auch wenn sie ihren langen Gänsehals natürlich gerne in Richtung der anderen Hunde reckte. Beim nachfolgenden Marsch auf die Trainingswiese hatten wir jedoch schon mehr Probleme. Das Fußgehen hinter anderen her ist bisher nun wirklich nicht unsere Stärke. Frieda lief ständig schneller, sodass ich dauernd stehen bleiben musste. In solchen Momenten könnte ich ihr schon ordentlich die Ohren waschen, wenn sie nur noch fixiert und ich kaum an sie rankomme. Also keine Sorge, sie zieht nicht wie ein Ochse in solchen Situationen, aber sie ist dann auch definitiv nicht bei mir…. 😦 Also sind wir letztlich umgedreht und von hinten auf die Wiese gekommen, das ging dann eigentlich ganz gut, auch wenn ich den blöden Fehler gemacht habe, Frieda ein Mal zu loben, obwohl sie ihre Nase gerade zum Schnüffeln am Boden hatte. Tja, Timing halt.

Jetzt wurde es spannend. Wir haben Aufstellung in einem Kreis genommen, und jeder sollte zunächst im Fuß Slalom an den anderen vorbei laufen. Das hat gut geklappt, auch wenn die Versuchung besonders für die sitzenden Hunde schon groß war. Ich habe zur Ablenkung mit Frieda die Schau-Übung gemacht, und so versucht, sie an mich zu binden, während die anderen an uns vorbei liefen. Das ging prima. Danach musste jeder Hundeführer seinen Hund einzeln ableinen und ohne Hund in die Kreismitte gehen, um Carolin zu begrüßen, während der Hund sitzen blieb. Das haben alle Hunde – einschließlich Frieda – ebenfalls gut gemacht.

Bei der nachfolgenden Übung zeigte Frieda das erste Mal, warum sie so eine besondere kleine Friedamaus ist. Zwei Hundeführer wurden ausgewählt, sich ohne Hund in der Mitte zu treffen. Dort wurde sich begrüßt. Anschließend sollte jeder zum Hund des anderen gehen und dessen Leine aufnehmen. Als Frieda eine fremde nette Dame auf sich zukommen sah, war es um ihr Sitz geschehen. Da ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht bei meinem Schützling angelangt war, preschte dieser ebenfalls vor, um nachzusehen, was Frauchen denn da für Spaß mit einem fremden Hund hatte. Nun gut. Alle waren wieder eingefangen, und es hieß, an der alten Kreisposition mit dem fremden Hund in die Grundstellung zu gehen. Der etwas zartbesaitete Labbirüde an meiner Seite tat sofort wie ihm befohlen – ich glaube, er hat nur gehofft, dass der Horror ohne Frauchen bald ein Ende haben würde. Frieda…. naja, Frieda ließ sich nicht setzen. Nein, warum auch? Mit der netten Tante kann man bestimmt allerhand lustige Sachen machen, und so wurde munter hochgesprungen und herumgealbert. Nichts zu machen. Eine Frieda bändigt man nicht alle Tage. Also waren wir das einzige Paar, was nach 20 Sekunden wieder seine Hunde tauschen sollte. Mmmpf. Peinlich.

Die nächste spannende Übung bestand darin, den eigenen Hund sitzen zu lassen, während man selbst im Kreis umhergeht, um alle anderen Hundeführer kurz zu begüßen. Seeeeehr schwer. Das begrüßt werden. Oder besser: Frauchen begrüßen zu lassen, während man brav daneben sitzt. Hat Frieda nicht geschafft. Der Schwanz wedelte wie irre, und irgendwann wurde immer aufgestanden. Bei der letzten Versuchsperson ging es allerdings schon viel besser, sodass man auch hier sagen kann: Die Dame lernt schnell. Aber Selbstbeherrschung ist nicht ihr Lieblingsfach. Es war schon faszinierend zu sehen, wie besonders die Labbies recht unbeeindruckt neben ihren Frauchen saßen. Da geht der devote Blick dann eher nach oben mit der Frage: Du sagst mir, wenn ich was machen soll, ja? Bei Frieda stellt sich diese Frage nicht. Sie entscheidet, dass es doch ganz und gar offensichtlich ist, dass sie jetzt was machen soll! Jaaaaa! Spaaaaaaß!

Nun möchte ich an dieser Stelle doch eine Lanze für Frieda und mich brechen. Es wird ja in diesem Zusammenhang gerne von mangelndem Grundgehorsam gesprochen. Aber wenn man diesen Hund sieht, merkt man, wie sehr sie bemüht ist, ihren kleinen Popo auf dem Boden zu behalten. Doch irgendwann platzt sie schier vor lauter Energie und Freude. Das ist natürlich nicht ok. Aber es heißt einfach, dass ich diese Situationen mit ihr üben muss. Insofern war ich mit der Maus schon zufrieden. Wir haben uns beide bemüht, und es ist auch von Mal zu Mal besser geworden.

Interessant war natürlich auch, als ich ohne Frieda die Begrüßungsrunde drehen sollte. Frieda bekam ein Bleib, und ich bin losmarschiert. Es lief super. Sie ist sitzen geblieben. Bis zur letzten Begrüßung. Und dann… bin ich auf sie zugekommen. Ohne sie anzuschauen (ich bin ja nicht doof) und nicht frontal. Aber trotzdem. Es wurde aufgesprungen und gewedelt, als hätten wir uns zehn Jahre lang nicht gesehen. Ich war verschollen. Im Exil. Und nun war ich zurück. Ein Grund zum Feiern, ohne Frage. Da war ich kurz sauer, aber eine Mahnung von Carolin, ruhig zu bleiben, hat mich sofort wieder geerdet. Und so habe ich sie dann ohne Leine dennoch wieder in die Grundposition bekommen, ohne dass Madame gleich den Rest der Gruppe begrüßen wollte.

Nach einer Pause zum Aufwärmen und äußerst leckerem Kuchen von Carolin hab es noch eine Abschlussübung, wie sie auch bei der Begleithundeprüfung abgefragt wird. Mit dem angeleinten Hund bei Fuß durch eine Menschengruppe. Das haben die meisten Hunde wieder toll gemacht. Bei vielen brauchte es einen Moment, bis sie begriffen hatten, wie die Übung funktioniert, aber dann lief es wunderbar. Frieda und ich haben uns auch gut geschlagen, auch wenn das Stehenbleiben und Begrüßen einer einzelnen Person aus der Gruppe wieder der schwierigste Teil war. Auch hier heißt es: Üben, üben, üben.

Was ist also das Fazit aus dem gestrigen Tag? Also zum Einen fand ich es faszinierend, die einzelnen Hundetypen zu sehen und Frieda hier einzuordnen. Was interessant war, ist, dass es wohl gar nicht so sehr von der Rasse abhängt. Man könnte ja meinen, Frieda sei eben typisch Flat oder so. Pah! Alles Voruteile! Der zweite Flat, der in der Gruppe war, war ein neun Monate alter Rüde. Und der war cool. Ja, wirklich. Irgendwann fragte nochmal wer nach seinem Alter, und angesichts der Antwort kam ein: „Oh, der ist aber schon erwachsen!“ Ich wurde auch zwischendurch nochmal nach Friedas Alter gefragt. „Ein Jahr? Tatsächlich?“ Und es war sonnenklar, dass der unausgesprochene Nachsatz lautete: „Ich hätte jetzt gedacht, sie sei deutlich jünger.“ Stimmt. Sie benimmt sich ja auch zeitweise wie ein Riesenwelpe. Der einzige Hund in der Gruppe, der ihr von der Art her ähnelte, war die 1 1/4 Jahre alte Golden Hündin. Total süß, voller Lebensfreude, aber auch schwer zu bändigen. Die Labbies waren beide schon etwas älter, zwei und eineinhalb Jahre.

Schlagwörter, die im Zusammenhang mit Frieda fielen, waren in etwa „Temperamentsbündel“, „Feger“ und „unverdrossen“. Letzteres finde ich besonders schön, denn unverdrossen ist Frieda defintiv. Letztlich muss man sagen, dass wir wie bereits in der DRC-Welpen- und Junghundegruppe etwas aus dem Rahmen gefallen sind. Ein echter Rabaukenklabauter halt. Trotzdem bin ich zufrieden, mittlerweile schaffe ich es, die Arbeit mit Frieda über weite Strecken als Herausforderung anzunehmen. Und man muss auch sagen, dass bei einem solchen Gruppentraining eben genau die Dinge abgefragt werden, die uns noch sehr schwer fallen. Andere Sachen klappen hingegen super, bei denen manch anderer Hundeführer seine Probleme hat: Sie ist (bisher) immer abrufbar (auch von anderen Hunden), hält auf Spaziergängen einen kleinen Radius ein, zieht nicht wie ein Ochse an der Leine, apportiert schnell und gerne und ist auch sonst in ihrer neuen Heimat bisher als folgsamer und wohlerzogener Hund aufgefallen. Aber den Rest… den müssen wir einfach noch üben.

Meist haben die Probleme ja mit mangelnder Selbstbeherrschung zu tun. Ein bisschen frustrierend ist das manchmal schon, weil ich mir einbilde, bereits seit Monaten mit eiserner Konsequenz genau daran zu arbeiten. Frieda muss wirklich bei jeder sich bietenden Gelegenheit warten. Wenn ich weiß, dass sie etwas will, bekommt sie es nicht oder nicht sofort. Sicher schleichen sich hier auch Fehler ein – sich nicht von Hundi manipulieren zu lassen ist meiner Meinung nach die Königsdisziplin aller Hundeführer. Aber dennoch hoffe ich schon, dass sich das alles irgendwann auszahlt. Schließlich ist sie immer noch ein Küken und vielleicht einfach von der spätreifen Sorte. Das hoffe ich. Denn dann heißt es einfach: Durchhalten und weiter machen. Alles wird gut!

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Unterwegs im Schnee

November 27, 2010

Ich habe es getan!

November 26, 2010

Es ist sogar schon länger her. Aber bisher ergab sich irgendwie noch nicht die Gelegenheit einer offiziellen Beichte…

Spätestens seit es hier publik gemacht wurde, wissen wir, dass Frauen Menschen, die Hunde besitzen, manchmal nicht alle Tassen im Schrank haben. Und zu aller Überraschung bin ich da wohl keine Ausnahme.

Aaaaaaaalso: Jamie erfreut sich ja seit längerem an einem luxuriösen Hundebett. Frieda hingegen hat bisher ein Vetbed und inoffiziell das Sofa zur Verfügung. Mittlerweile schläft sie eigentlich nur noch auf Letzterem, was soweit ganz ok ist, müsste man dieses nur dann nicht jeden Tag vorm gemeinsamen Abendessen staubsaugen. Wie auch immer, als ich im Oktober gelesen habe, dass Sleepy Dog im Rahmen einer Aktion 20 % Rabatt auf alle Hundebetten gewähren, war es um mich geschehen: Völlig unmöglich, dass mein Hund ohne ein artgerechtes gemütliches Hundebett weiter überleben könnte!

Also habe ich Frieda das Hundebett Cube Premium in mokka bestellt. Schließlich ist so ein Hundebett auch ein Einrichtungsgegenstand. Ja, ja. Eigentlich war das natürlich immer noch zu teuer. Nichtsdestotrotz wird es an Weihnachten nun eine neue Koje für die schwarze Hexe geben. Und da ich meinen Hund kenne, rechne ich natürlich nicht mit einem Zeichen der Dankbarkeit. Wozu auch? Seien wir mal ehrlich, eigentlich kauft die hundeverrückte Frau das meiste doch sowieso für sich selbst. 🙂

Steadiness, Heelwork und nicht Tauschen

November 25, 2010

Große Worte, große Ziele. Und wir fangen ganz klein an. Zwei der Basis-Übungen zu den genannten Themen habe ich nun in einer Skizze festgehalten. Die Übungen sind wirklich denkbar einfach, aber gut dafür geeignet, den Hund in langsamen Schritten an die oben genannten Dinge heranzuführen.

Bei der ersten Übung wird eine Kombination aus Steadiness beim Fußlaufen, ruhigem Tragen und nicht Tauschen gefordert. Unsere Trainingseinheiten beginne ich nachwievor so oft es geht mit einer kurzen Wartezoneneinheit. Selbst wenn es mit dem Sudoku bei der Kälte nicht mehr so klappt, bekomme ich Frieda auf diesem Weg recht zuverlässig in einen konzentrierten Arbeitsmodus.

Während Frieda auf der Decke gewartet hat, habe ich die Dummies in einem Kreis auf der Wiese ausgelegt. Wenn der Hund schon steadier am Fuß ist, kann man die Dummies auch mit ihm gemeinsam auslegen. Anschließend habe ich Frieda am Startpunkt in die Grundstellung gerufen. Und dann ging’s los. Im Kreis an den Dummies vorbei, über die Dummies drüber, Schlangenlinien, Wendungen etc. Als das gut klappte hat sie irgendwann den Befehl „Apport“ vor einem Dummy bekommen und dieses aufgenommen. Damit im Fang geht es dann weiter im Fuß an den übrigen Dummies vorbei. Fürs Festhalten wurde sie natürlich in den höchsten Tönen gelobt. Glücklicherweise hat die Maus nicht versucht, zu tauschen. Also wunderbar.

Korrigieren musste ich ein Mal am Anfang, als Frieda dachte, dass sie das Dummy, was sie eben noch getragen hat, auch beim nächsten Vorbeikommen wieder aufnehmen soll. Nein, nein, ohne Kommando sollst Du gar nichts! Also ein „Nein“, kleiner Zupfer an der Leine und gut ist. Danach hatte sie es offenbar verstanden. Ein anderes Problem ist nachwievor das ruhige Tragen, wobei das schon viel besser geworden ist. Beim langsamen Laufen rutscht ihr das Dummy häufig seitlich weg, sodass sie es dann schief trägt. In einem solchen Fall nehme ich es ihr ganz kurz ab, gebe es ihr wieder schön mittig hin und lobe dann fürs richtige Halten. Besonders wichtig ist hierbei natürlich auch, sie das Dummy einfach nicht zu lange tragen zu lassen, und es ihr nach Möglichkeit abzunehmen, bevor die Konzentration nachlässt.

Eine zweite Übung, die wir trainiert haben, stellt höhere Anforderungen an die Steadiness. Nachdem ich Frieda in die Grundstellung gerufen hatte, sind wir gemeinsam eine gerade Strecke gegangen. Irgendwann bin ich stehen geblieben, Hundi sollte sich dann sofort neben mich setzen. Anschließend habe ich ein Dummy ein paar Meter weiter vor uns hin geworfen. Nun hieß es abdrehen und in die andere Richtung marschieren. (Anm.: Bereits an dieser Stelle zeigt sich, wie ruhig der Hund mitarbeitet. Springt er ein, läuft schief vorm Hundeführer, weil er an die Dummies in der rechten Hand will oder fiept frustriert beim Abdrehen von der Markierung, würde ich ihn kein Dummy holen lassen, bis diese Dinge besser klappen. Haben wir am Anfang alles gehabt. :-))

In die entgegengesetzte Richtung ging es dann wieder geradeaus, bis wir wieder anhielten, und ich ein zweites Dummy geworfen habe. Anschließend sind wir wieder abgedreht und haben zwei Schritte in Richtung des ersten geworfenen Dummies gemacht. Dann habe ich Frieda mit „Voran“ auf D1 geschickt, und während sie rausging, habe ich ein paar Schritte nach hinten gemacht, sodass D2 zwischen ihr und mir lag. Beim Zurückkommen zeigte sich dann, ob Madame ihr Dummy gerne gegen das andere tauschen möchte. Aber nein, sie hat kurz hingeschielt, ist aber schnell und zuverlässig bis zu mir gekommen. Toll!

Wie gesagt, Skizzen und Übungen sind sehr simpel. Aber obwohl ich das in der Theorie schon wusste, habe ich vor allem in letzter Zeit gemerkt, wie wichtig diese Basics für Frieda und mich sind. Und je überschaubarer die Übung, desto entspannter bin ich auch. Und so klappt dann meist Vieles, was im Rahmen komplexerer Übungen vielleicht schief gehen würde.

Heute morgen…

November 23, 2010

… war alles weiß.

Trockenlegung

November 22, 2010

Pfui, Spinne, ist das hier ein Wetter! Seit ein paar Wochen ist es mal mehr, mal weniger am Regnen. Und auch wenn es zwischendurch wirklich schöne Tage und auch schon ein bisschen Schnee gab – trocknen tut hier nichts mehr. Die Gummistiefel sind auf dem täglichen Spaziergang mein bester Freund, und Frieda kommt in den zweifelhaften Genuss, nach jedem Außenaufenthalt abgetrocknet zu werden.

Eine unangenehme Randerscheinung dieser Witterungsverhältnisse war bisher, dass ich nie wusste: Wohin mit den Dummies? Nasse, dreckige, muffelige grüne Säckchen hat man ja nicht soooo gerne auf den Schränken herumfliegen. Doch nun habe ich den optimalen Ort der Dummy-Trockenlegung gefunden:

Das alte Weinregal flog noch im Keller rum, da wir ein größeres im Wohnzimmer haben, konnte ich es bisher nicht mehr gebrauchen. Nun wird erst recht bei jedem Wetter trainiert. Denn trocken kriegen wir sie alle!

Hier brennt es auch!

November 17, 2010

Nachdem das Schwesterchen uns mit Bildern ihres Kaminfeuerchens neidisch gemacht hat, kommt nun auch von hier die Meldung: Es brennt! Nachdem in unserer neuen Wohnung ein Kaminofenanschluss vorhanden war, konnten wir nicht widerstehen, die entsprechende Gerätschaft zu besorgen. Und nun wird auch hier am Abend der ofenwarmen Gemütlichkeit gehuldigt.

Für Frieda ist davor nicht wirklich Platz, und sie liegt abends sowieso viel lieber bei uns auf dem Sofa zum Kuscheln. Aber mir gefällt es, so mit Feuerchen, Mann und Hund auf der Couch. Ach ja.

Der erste Schnee

November 16, 2010

Da habe ich heute Morgen noch über die wohlige Wärme des Wochenendes berichtet, und schon heute Mittag hatten Frieda und ich unsere ersten Schneespaziergang!

Während es „hier unten“ den ganzen Vormittag eigentlich nur geregnet hat, waren wir angenehm überrascht, als wir vom etwas höher gelegenen Startpunkt unserer heutigen Mittagsrunde gestartet sind. Da waren die Tropfen definitiv schon eher Flocken.

Oben angekommen lag dann tatsächlich ein ganzer Zentimeter Schnee, der ganze Fichtenwald war mit zartem weißen Pulver bedeckt. Ach, wie schön! Frieda und ich haben uns beide riesig gefreut, und ich hatte auf dem Heimweg meinen ersten Ohrwurm von „Winterwonderland“. Leider war keine Kamera dabei, nur mein Handy, mit dem ich ein paar Beweisfotos geschossen habe. Momentan bekomme ich sie nur leider nicht auf meinen PC (ich arbeite daran).

Auch wenn es vorerst nur ein kurzes Zwischenspiel war: Wir freuen uns über diese eindeutigen Vorzeichen des nahenden Winters! Denn Schnee ist allemal besser als Regen…

Und bald heißt es wieder: Watch out where the Huskies go and don’t you eat that yellow snow!

Von Neugrün zum Bayreuther Haus

November 16, 2010

Am Wochenende haben wir die angenehmen Temperaturen genutzt, um endlich mal wieder eine Wanderung in heimischen Gefilden zu unternehmen. Seit Frieda auch die Nachwehen (:-)) ihrer Läufigkeit hinter sich gebracht hat, ist sie wieder sehr unternehmungslustig und bewegungsfreudig. Insgesamt waren wir drei Stunden in gemächlichem Tempo unterwegs, die Maus hat aber keine Anstalten gemacht, müde zu werden. Zuhause wurde dann allerdings zufrieden geschlafen.

Hier die Aussicht von der Skipiste auf Mehlmeisel. Noch ist alles grünbraun, aber wir hoffen natürlich noch vor Weihnachten auf den ersten richtigen Schnee:

 

Ich glaube, Herbst findet Frieda einfach super. Blätter, die fliegen, Wasser zum Suhlen und jede Menge Fichtenzapfen, die zum Tragen und Hinterherjagen einladen. Und der Wind! Der ist spannend! So viele Gerüche…

Bestandsaufnahme: Voran

November 12, 2010

Nachdem wir ja einige Startschwierigkeiten beim Voran hatten, habe ich in den letzten Wochen viel Zeit darauf verwendet, das Kommando nochmal gründlich aufzubauen. Die Körpersprache Tipps von Carolin haben sich schon mal ausgezahlt, seit ich Frieda mit Rechts schicke, geht sie viel gerader raus. Und auch sonst haben wir Fortschritte gemacht. Auch wenn unser Training bis dato noch nicht optimal war, glaube ich, dass die Vorarbeit und trotzdem geholfen hat, es jetzt richtig zu machen.

Also ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Da Kathrin und Ivonne ihre Trainings immer so wunderbar als Skizzen darstellen, habe ich ihnen nachgeeifert und mich ebenfalls mit Artweaver an die Arbeit gemacht. Sie sind noch nicht perfekt: An der einheitlichen Farbgebung und der Maßstabsgetreue muss ich definitiv noch feilen. Trotzdem präsentiere ich heute schon Mal meine ersten Versuche. (Edit: Ich habe gerade gesehen, dass die Schrift auch etwas klein geraten ist. Das nächste Mal dann…)

Angefangen haben wir vor ein paar Wochen wieder mit dem Voran an einer Leitlinie auf eine Futterschüssel. Ich übe nach wie vor viel mit Futterschüsseln, denn ich weiß ja, dass Frieda super apportiert, nur will ich nicht, dass sie allzu viele Dummies holt. Und da Voran bekanntlich Fleißarbeit ist, kann ich das Kommando so prima auch ohne Dummy fast täglich kurz üben.

Bei dieser Basis-Übung ging es einfach darum, wieder langsam Entfernungen aufzubauen, wobei das Wichtigste dabei war, dass Frieda auch wirklich eine schöne gerade Linie läuft. Bei den angegebenen Entfernungen bin ich mir nicht sicher, aber bei unserer dritten Übungseinheit war die letzte Distanz dann auf jeden Fall schon ziemlich weit. Aber da Frieda jedes Mal ohen zu zögern in einer schön geraden Linie losgeflitzt ist, spricht ja nichts dagegen.

Die Futterschüssel, die ich hier benutzt habe, ist relativ groß und weiß, das heißt, für den Hund auch schon von Weitem gut zu erkennen. Zum Aufbau von Entfernungen eignet sie sich deshalb ziemlich gut. Um am Ende zu testen, ob Frieda auch ohne weiße Schüssel quasi halbblind auf der bekannten Strecke voran geht, habe ich hin und wieder, wenn ich die Schüssel zum Schluss eingesammelt habe, noch heimlich ein grünes Dummy an die Stelle platziert. Denn bei Fuß ein paar Schritte in die andere Richtung und erneut: Voran! Prima hat sie das gemacht, kein fragender Blick, kein gar nichts. Losgewetzt, direkt zum bekannten Fixpunkt, Dummy eingesammelt und zurück. Wunderbar!

Übung 2 fand in einem anderen Gelände statt, der Unterschied war, dass ich ohne Leitlinie, aber stattdessen mit einem natürlichen Fixpunkt (hohes Gras, ca. 2 x 2 m) gearbeitet habe.

Beim Aufbau des Fixpunktes sowie der Entfernung zum selben hat mir Frank geholfen. Wenn Frieda auf dem Rückweg war, hat er von ihr unbemerkt ein weiteres Dummy ausgelegt, damit ich sie halbblind erneut schicken konnte. Das hat von P1 und P2 schon wunderbar geklappt. Bei P3 war die Schwierigkeit zusätzlich zur großen Distanz, dass er in einer kleinen Senke lag, sodass Frieda den Fixpunkt auf den ersten 5-10 m noch nicht sehen konnte. Es war also spannend, aber der Rennsemmel hat es toll gemeistert. Also, super Lob und Belohnung, danach war Schluss.

Beim nächsten Voran-Training (Übung 3) waren wir im selben Gelände. Frieda kannte den Fixpunkt ja nun schon, und so habe ich sie an P1 abgesetzt und habe selbst drei Dummies diesmal nicht vor, sondern IM hohen Gras versteckt. Voran, losgedüst, gesucht, gefunden, sofort zurückgekommen. Wunderbar! Danach haben wir uns um 180° gedreht, und ich habe eine Markierung (D3)  in die andere Richtung geworfen. Anschließend gab’s eine kleine Konzentrationsübung: Drehen bei Fuß auf der Stelle. Danach habe ich Frieda wieder auf den Fixpunkt geschickt, um D2 zu apportieren. Lief alles super. Zur Belohnung durfte sie anschließend noch die Markierung mit „Apport“ holen.

Boah, dachte sich die Maus da, so viele Dummies! Jetzt geht’s looooooos! Also habe ich sie wieder auf unseren Fixpunkt ausgerichtet, das Voran-Ritual durchgezogen, und dann… nichts. Frieda bekam ein „Bleib“ und ich bin losmarschiert, um D4 selbst zu holen. Sie ist brav sitzen geblieben, hat aber sowas von dämlich geguckt (sorry, Frieda ;-))… Bei ihr angekommen habe ich das Dummy verstaut und sie gaaaaaanz viel gelobt und mit Käse belohnt. Das Dummy zum Feiern gebe ich ihr dann lieber nicht mehr, das pusht sie extrem hoch.

Könnt ihr noch? Ja? Zwei hab ich nämlich noch. 🙂 Neben dem Aufbau von Entfernungen, dem Apport von halbblinden Dummies und natürlich Vertrauen in die Hand arbeiten wir auch weiterhin daran, dass Frieda die von mir angegebene Richtung auch wirklich annimmt. Dafür trainieren wir gezielt mit mehreren Futterschüsseln. Die Distanz ist dabei ziemlich gering (ca. 10 m), sie spielt aber auch zunächst keine Rolle. Wichtig ist, dass Frieda immer genau zu der Schüssel rennt, auf die ich sie (und mich) ausgerichtet habe. Das haben wir mithilfe des berühmten Wagenrades geübt, bei dem der Hund von der imaginären Mitte eines Kreises aus in alle vier Himmelsrichtungen geschick wird. Da mir bei Übung 4 eine Schüssel fehlte, waren es hier nur drei.

Vor einigen Wochen hatten wir hier noch manchmal Probleme, mittlerweiel ist es fast schon langweilig. 🙂 Spannender ist es da schon, die Schüssel in eine Linie zu stellen, wie bei Übung 5, die ich im Anschluss an Übung 4 trainiert habe. Die Richtungsuntschiede sind hier deutlich geringer. Außerdem kann man auch hier viel variieren, indem man mal auf die zuerst befüllte Schüssel zuerst schickt oder (am einfachsten) die zuletzt befüllte nimmt. Normalerweise ist natürlich nur in einer etwas drin, man will ja vermeiden, dass Hundi unerwünscht zum Erfolg kommt. Aber für Frieda sollte es stets so aussehen, als würden alle Schüssel „betankt“.

Zunächst habe ich sie von P1 aus auf verschiedene Schüsseln geschickt. Als ich das erste Mal nicht die zuletzt befüllte genommen habe, habe ich gemerkt, wie Frieda immer noch auf die daneben liegende letztbefüllte schaute. Also einen Schritt vor, neu in Position gebracht, und siehe da: Frieda hat sich neu orientiert und die Richtung angenommen. Super! Der krönende Abschluss war dann das Schicken von P2 auf FS1. Neben dem Positonswechsel musste Frieda dabei auch an beiden anderen Schüsseln vorbeilaufen. Es war sozusagen die Probe aufs Exempel, ich war gespannt. Was soll ich sagen, es gibt solche und solche Tage – dieses war ein guter Tag! Ohne Umwege flitzte die Maus zur richtigen Schüssel und kam auch direkt Freude strahlend wieder zu mir zurück. Also gab es eine dicke Belohnung und anschließend noch Wettrennen und Stöckchen zerlegen zu Zweit. 🙂