Steadiness, Heelwork und nicht Tauschen

Große Worte, große Ziele. Und wir fangen ganz klein an. Zwei der Basis-Übungen zu den genannten Themen habe ich nun in einer Skizze festgehalten. Die Übungen sind wirklich denkbar einfach, aber gut dafür geeignet, den Hund in langsamen Schritten an die oben genannten Dinge heranzuführen.

Bei der ersten Übung wird eine Kombination aus Steadiness beim Fußlaufen, ruhigem Tragen und nicht Tauschen gefordert. Unsere Trainingseinheiten beginne ich nachwievor so oft es geht mit einer kurzen Wartezoneneinheit. Selbst wenn es mit dem Sudoku bei der Kälte nicht mehr so klappt, bekomme ich Frieda auf diesem Weg recht zuverlässig in einen konzentrierten Arbeitsmodus.

Während Frieda auf der Decke gewartet hat, habe ich die Dummies in einem Kreis auf der Wiese ausgelegt. Wenn der Hund schon steadier am Fuß ist, kann man die Dummies auch mit ihm gemeinsam auslegen. Anschließend habe ich Frieda am Startpunkt in die Grundstellung gerufen. Und dann ging’s los. Im Kreis an den Dummies vorbei, über die Dummies drüber, Schlangenlinien, Wendungen etc. Als das gut klappte hat sie irgendwann den Befehl „Apport“ vor einem Dummy bekommen und dieses aufgenommen. Damit im Fang geht es dann weiter im Fuß an den übrigen Dummies vorbei. Fürs Festhalten wurde sie natürlich in den höchsten Tönen gelobt. Glücklicherweise hat die Maus nicht versucht, zu tauschen. Also wunderbar.

Korrigieren musste ich ein Mal am Anfang, als Frieda dachte, dass sie das Dummy, was sie eben noch getragen hat, auch beim nächsten Vorbeikommen wieder aufnehmen soll. Nein, nein, ohne Kommando sollst Du gar nichts! Also ein „Nein“, kleiner Zupfer an der Leine und gut ist. Danach hatte sie es offenbar verstanden. Ein anderes Problem ist nachwievor das ruhige Tragen, wobei das schon viel besser geworden ist. Beim langsamen Laufen rutscht ihr das Dummy häufig seitlich weg, sodass sie es dann schief trägt. In einem solchen Fall nehme ich es ihr ganz kurz ab, gebe es ihr wieder schön mittig hin und lobe dann fürs richtige Halten. Besonders wichtig ist hierbei natürlich auch, sie das Dummy einfach nicht zu lange tragen zu lassen, und es ihr nach Möglichkeit abzunehmen, bevor die Konzentration nachlässt.

Eine zweite Übung, die wir trainiert haben, stellt höhere Anforderungen an die Steadiness. Nachdem ich Frieda in die Grundstellung gerufen hatte, sind wir gemeinsam eine gerade Strecke gegangen. Irgendwann bin ich stehen geblieben, Hundi sollte sich dann sofort neben mich setzen. Anschließend habe ich ein Dummy ein paar Meter weiter vor uns hin geworfen. Nun hieß es abdrehen und in die andere Richtung marschieren. (Anm.: Bereits an dieser Stelle zeigt sich, wie ruhig der Hund mitarbeitet. Springt er ein, läuft schief vorm Hundeführer, weil er an die Dummies in der rechten Hand will oder fiept frustriert beim Abdrehen von der Markierung, würde ich ihn kein Dummy holen lassen, bis diese Dinge besser klappen. Haben wir am Anfang alles gehabt. :-))

In die entgegengesetzte Richtung ging es dann wieder geradeaus, bis wir wieder anhielten, und ich ein zweites Dummy geworfen habe. Anschließend sind wir wieder abgedreht und haben zwei Schritte in Richtung des ersten geworfenen Dummies gemacht. Dann habe ich Frieda mit „Voran“ auf D1 geschickt, und während sie rausging, habe ich ein paar Schritte nach hinten gemacht, sodass D2 zwischen ihr und mir lag. Beim Zurückkommen zeigte sich dann, ob Madame ihr Dummy gerne gegen das andere tauschen möchte. Aber nein, sie hat kurz hingeschielt, ist aber schnell und zuverlässig bis zu mir gekommen. Toll!

Wie gesagt, Skizzen und Übungen sind sehr simpel. Aber obwohl ich das in der Theorie schon wusste, habe ich vor allem in letzter Zeit gemerkt, wie wichtig diese Basics für Frieda und mich sind. Und je überschaubarer die Übung, desto entspannter bin ich auch. Und so klappt dann meist Vieles, was im Rahmen komplexerer Übungen vielleicht schief gehen würde.

Eine Antwort to “Steadiness, Heelwork und nicht Tauschen”

  1. working mudpaws Says:

    Das habt ihr super gemacht. Und es stimmt je einfacher desto besser. Je mehr Erfolgserlebnisse ihr habt und je weniger du korrigieren musst desto besser. Ihr seid auf einem guten Weg, da bin ich sicher.
    Diese Basics sind enorm wichtig denn auch uns Zweibeinern helfen sie uns in den Arbeitsmodus zu versetzen. Lieber drei kleine leichtere Übungen als irgendwas total komplexes was dann schief geht. Dafür sind unsere beiden Schnecken noch nicht alt genug 😉 …. Weiter so!!

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