Archive for November 2010

Untersuchung, erster Teil

November 12, 2010

Gestern hatten wir einen aufregenden Tag. Nachmittags waren wir für die  Patella-Untersuchung in der Tierklinik Bayreuth. Neben HD und ED Röntgen war das eine der Vorsorgeuntersuchungen, die ich mit Frieda machen wollte. Wie das so ist, hatte ich mir in der letzten Zeit, wo es auf die Untersuchungstermine zuging, immer mehr Gedanken gemacht. Hin und wieder zeigt Frieda beim Gangartwechsel z. B. einen Ausfallschritt, der mir immer komisch vorkam. Und generell schaut ihre Hinhterhand noch recht stakselig aus. Zudem sind Flats im Gegensatz zu anderen Retriever-Rassen anfälliger für Patellaluxation als für HD oder ED.

Also, gesagt, getan. Zunächst wurde Friedas Gangbild inklusive Treppensteigen begutachtet. Danach ging es auf den Untersuchungstisch, wo die Patella bei gestrecktem Bein untersucht wurde. Frieda hat dank Leberwursttube am anderen Ende alles über sich ergehen lassen. Das Ergebnis ist eigentlich sehr erfreulich, wenn auch mit einem kleinen Wermutstropfen. Links hinten, bei dem Bein, über das ich mir eigentlich Sorgen gemacht hatte, liegt gar kein Befund vor. Rechts hingegen konnte der Arzt die Kniescheibe manuell luxieren. Dazu war jedoch recht viel Kraft notwendig. Das bedeutet, die momentane Diagnose lautet: hinten rechts Patella Grad I.

Grad I muss nicht operativ behandelt werden und die Chancen stehen sehr gut, dass Frieda damit nie Probleme haben wird. Wir sollen nun einfach schauen, dass sie weiterhin eine gute Muskulatur aufbaut (da habe ich mich sehr gefreut, der Arzt sagte, sie hätte für ihr Alter bereits eine sehr schöne Muskulatur). Das bedeutet viel Bewegung, gerne auch bergauf (geht hier glücklicherweise auch gar nicht anders), und Schwimmen, wann immer es sich anbietet. Also gut, das hatten wir sowieso vor. 🙂

Zum Röntgen werden wir voraussichtlich im Dezember nach Gießen fahren. Mann, ich bin froh, wenn das alles vorbei ist!

Happy Birthday, Frieda!

November 8, 2010

Ein Jahr alt ist die Maus heute geworden. Und weil das natürlich gefeiert werden muss, habe ich ihr gestern eigens einen Kuchen gebacken. Ich bin nun wirklich nicht gerade eine Bäckerin vor dem Herren, also war ich froh, dass mein Abnehmer normalerweise eher zur Sorte der Allesfresse gehört.

Es gab: Thunfisch-Käse-Karotten-Kuchen mit Quark-Glasur. Mmmmmmmhhh.

Die arme Frieda musste sogar vor ihrem Geburtstagskuchen noch gesittet warten – war nur fürs Foto, Kleine!

Anschließend wurde erst die Glasur abgeschlabbert:

Und anschließend der ganze Kuchen in Windeseile verdrückt. Wegen der riesen Sauerei dann doch lieber auf ihrer eigenen Decke. 🙂

Alles Gute, Mausi, wir hoffen, es hat Dir geschmeckt!

Du hast es nicht anders gewollt!

November 7, 2010

Und so wurde Frieda heute das zweite Mal in ihrem Leben gebadet. Natürlich aus gutem Grund. Und das erste Mal auch an bestimmten Stellen, die mit dem Unausprechlichen in Berührung gekommen waren, shampooniert. Tja, Frank hatte zwar erst kurz vorher das Bad geputzt – aber hey, das Leben ist kein Ponyhof!

Frieda hat es erstaunlich gelassen hingenommen. Sie ist so der Typ, der sich mit einer scheinbar unsausweichlichen Situation relativ schnell anfreundet und das beste draus macht. In flatfröhlicher Manier tut sie dann so, als wäre das alles sicher ein riesen Spaß, den wir uns nur zu ihrer alleinigen Belustigung haben einfallen lasssen: Gesichtsschlabberer, Versuche vom Shampoo zu kosten und Nase in den Föhnwind halten inklusive.

Trotzdem, Mausi, lass das doch mal. Dieses Wälzen. Igitt.

 

The Silent Dog

November 3, 2010

So könnte man unser derzeitiges Projekt bezeichnen.

Gestern waren wir das erste Mal zum Zuschauen beim freien Dummy-Treff unserer BZG. Wie es uns von erfahrenen Bloggern nahegelegt wurde :-), habe ich einen Campingstuhl, Friedas Vetbed, eine Decke für mich und einen gefüllten Kong eingepackt. Dann wurden wir an einem leicht anzusteuernden Treffpunkt abgeholt (danke dafür!) und sind gemeinsam ins Gelände gefahren.

Ich habe Frieda im Auto gelassen, während die anderen Hunde „sortiert“ wurden und sich alle anschließend auf den Weg zur ersten Trainingswiese machten. Insgesamt waren wir zu viert mit sechs Hunden. Als der Trupp schon ein ganzes Stück weiter war, habe ich Frieda, die übrigens schon bald recht still im Kofferraum wartete, aus dem Auto geholt. Naja, nicht sofort. Denn als ich die Klappe aufgemacht habe, fing sie immer ganz aufgeregt an zu fiepen. Nun gibt es eine tolle DVD von Anita Balser, auf der man wunderbar beobachten kann, wie sie es schafft, ein völlig aufgedrehtes, lautstarkes Dackelrudel gesittet aus dem Kofferraum zu holen, indem sie einfach jedes Mal, wenn ein Hund zu bellen anfing, den Kofferraum wieder zugeschlagen hat. Zwar ging das mit unserem Kombi nicht ganz so gut, aber es hat trotzdem funktioniert. Also habe ich nach einigen Anläufen eine Silent Frieda aus dem Kennel gelassen.

Ziemlich bepackt ging es dann los hinter den anderen Hunden her. Das hat schon eine gefühlte Ewigkeit gedauert, da Frieda natürlich den Geruch wahrnahm und ständig vorlief. Also habe ich immer umgedreht und bin einige Meter zurück. Irgendwann hatte sie es dann geschnallt, obwohl es mich immer wieder fasziniert, dass sie, selbst wenn sie etwas begriffen hat, doch arge Schwierigkeiten hat, sich unter Kontrolle zu behalten. Aber insgesamt hat sie es toll gemacht und ich war mit unserem Marsch sehr zufrieden.

Als wir um die Kurve kamen und die anderen Hunde sehen konnten, entwichen ihr die ersten zarten Fiepser. Also zurück. Und immer schön gelobt, wenn sie still war. Auch das hat sie eigentlich schnell begriffen. In sicherem Abstand (ca. 100 Meter) habe ich dann meinen Stuhl aufgestellt, Frieda auf ihre Decke gelegt und ihr ihren Kong gegeben. Zum Glück hat sie diesen angenommen – ist sie zu aufgeregt, interessiert sie sich nicht mal mehr für Futter. Die anderen haben beim Training sogar „geschossen“, was eine super Gelegenheit war, Frieda mit dem Geräusch vertraut zu machen. Beim ersten Mal hat sie sich kurz umgeschaut, danach war es ihr ziemlich egal.

Insgesamt waren wir bestimmt eine Stunde dort und sind zwischenzeitlich auch mal deutlich näher an die Gruppe rangegangen. Frieda war erfreulich still (auch ohne Kong), wobei ich ihr auch bei fast jeder Gelegenheit ein Lecker reingestopft habe als Belohnung fürs Ruhig Sein. Ich sag mal, total entspannt ist was anderes, aber für den ersten Versuch war ich sehr zufrieden. Auf jeden Fall haben wir uns fürs nächste Training wieder angemeldet. Als Zuschauer selbstverständlich.