Archive for Dezember 2010

Das Gute liegt so nah

Dezember 15, 2010

Nachdem ich mich nun länger mit der Frage nach etwaigen Seminarnameldungen für 2011 gequält habe, habe ich mich nun für einen ersten Termin entschieden.

Man hört ja viel von allerhand bekannten Retrievertrainern und Dummyfachleuten, bei denen es sich sicher lohnen würde, vorbeizuschauen. Aber spätestens seit es uns in den äußersten Osten Bayerns verschlagen hat, kann von „vorbeischauen“ keine Rede mehr sein. Die meisten bekannten Trainingscenter sind sehr weit weg, und Frieda und ich sind ja bei Carolin ohnehin schon in professionellen Händen.

Aber da man ja nie genug von Hund und Hundewissen bekommen kann, habe ich uns nun für den Workshop „Das andere Ende der Leine“ bei Klaus Karrenberg angemeldet, den die BZG Franken im Januar organisiert. Ich bin ja ohnehin total fasziniert von Konzepten, die vor allem auf die nonverbale und hundesprachliche Kommunikation mit dem eigenen Vierbeiner setzen, und somit die Aufgabe vor allem auf Menschseite sehen, sich endlich mal klar auszudrücken. 🙂

Jan Fennels „Mit Hunden Sprechen“, das Konzept der Hundeteamschule oder der Namenspate des Seminars von Patricia B. McConnell sind voll von Ideen, die mich immer wieder begeistern. Insofern freue ich mich riesig auf das Seminar und hoffe, viel über mich und meine Beziehung zu Frieda zu lernen.

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Taxi Driver

Dezember 13, 2010

Na gut, gefahren ist sie nicht, aber dennoch fand am Wochenende die erste Taxifahrt für Frieda an. Wir waren abends mit einigen Freunden unterwegs, die wir sonst kaum mehr sehen, und da das Wiedersehen nicht bei uns sondern in Bamberg stattfand, musste Frieda notgedrungen den Abend  in der Kneipe verbringen. Es hat wunderbar geklappt und meine Sorge, dass es für sie sehr stressig werden würde, war auch unbegründet. Natürlich hätte sie sicher lieber daheim auf dem Sofa geschlafen, aber unter dem Tisch ließ es sich auch gut dösen, wie mir schien.

Zu unserer Unterkunft mussten wir eine längere Strecke zurücklegen, was angesichts der winterlichen Verhältnisse zu Fuß kaum möglich gewesen wäre. Also Taxi. Ich war ziemlich skeptisch, wie die Taxifahrer das so sehen. Aber problemlos durfte Frieda vorne im Fußraum zwischen Franks Beinen mitfahren. Ich weiß, alles andere als toll, was die Sicherheit angeht, aber es war nicht weit, also haben wir in den sauren Apfel gebissen. Und Frieda war sooooo cool! Schnüffel, schnüffel. Hmmmm, was ist das hier? Ach, egal. Wenn Herrchen und Frauchen hier sind, wird’s schon stimmen. Da hat sie mich echt beeindruckt, die Maus. Denn so sonderlich viel Platz ist im Fußraum für unsere hochgewachsene Dame nicht. Und eines verpreche ich Dir, Friedalein: Taxi fahren wir nicht oft!

Nachtrag: Richterbericht

Dezember 9, 2010

„13 Monate alte Hündin, elegant, femininer Kopf, korrekte Winkelungen und Körper für ihr Alter. Natürlich fehlt noch die Befederung. Passende Knochen. Jugendliches Gangwerk.“

Zum Thema elegant sagte Frank nur: „So, so, da kennt aber jemand die Frieda schlecht…

Ein Grund zum Feiern

Dezember 8, 2010

Wir haben es hinter uns und das Ergebnis könnte besser nicht sein: Frieda hat A1-Hüften und ist ED frei! 🙂 🙂 🙂

Dr. Tellhelm hat sich die Bilder gleich angeschaut, und auch wenn es noch nicht das letzte offizielle Wort war, klang er recht eindeutig mit seiner Aussage. Er und seine Frau waren im Übrigen total nett, was wirklich geholfen hat in Anbetracht der Tatsache, dass ich schon seeeehr aufgeregt war.

Nach der Narkosespritze war ich allein mit Frieda, während sie eingeschlafen ist, das war schon ganz schön gruselig. Aber bald hatten wir wieder Gesellschaft und ich konnte mich außerdem überzeugen, dass die Maus ganz friedlich vor sich hinatmet. 🙂 Beim Röntgen habe ich mitangefasst, ich hatte gar nicht gedacht, dass man da mit rein kommt. Aufregend.

Nach den Aufnahmen gab es eine Aufwachspritze und eine Minute später regte sich schon wieder das erste Frieda’sche Körperteil. Na, welches wohl? Drei Mal dürft ihr raten… Der Schwanz! Er wedelte! Also alles wieder gut.

Nun sind wir zuhause, und beide ganz schön k. o. Ich glaube, mit uns beiden geht heut nimmer viel. Aber ein bisschen gefeiert wird noch. Einen Grund haben wir ja.

Vorzüglich

Dezember 5, 2010

So lautete unsere Bewertung auf der gestrigen Clubschau, wie manche ja bereits gelesen haben. 🙂

Es war ein langer, anstrengender Tag, aber es hat sich gelohnt. Die Bewertung ist super, auch wenn es für eine Platzierung in dieser großen Klasse leider nicht gereicht hat. Den Richterbericht lasse ich mir zuschicken, weil es sonst einfach zu spät geworden wäre, aber ich konnte bereits ein paar Fetzen wie „femininer Kopf“, „guter Körperbau“ und „korrekte Winkelungen“ aufschnappen. Und auch, dass „die Befederung noch fehlt“. Wo sie recht hat, hat sie recht. Selbst einige Hunde, die jünger als Frieda waren, hatten schon deutlich mehr Fellkleid an Beinen und Rute. Mein Spatz hält sich da noch vornehm zurück, aber was nicht ist, kann ja noch werden, und schlimm finde ich es keinesfalls.

Was mich neben der guten Bewertung am meisten begeistert hat, war jedoch Friedas Verhalten während des ganzen Tages insgesamt. Sie hat überhaupt nicht gefiept, und war irgendwann sogar so cool, dass sie in ihrem Kennel gedöst hat. Und beim Vorbeilaufen an anderen Hunden hat sie sich irgendwann nicht mal mehr umgedreht. Klar, die Masse macht’s. Aber einige der anderen Hunde, die ich so gesehen habe, waren doch sehr gestresst angesichts der turbulenten Umgebung. Gesänge, Gejaule und Gefiepe hat man von überall her gehört. Da hat es mich doch sehr froh gemacht, dass Frieda sich nicht davon anstecken ließ, und äußerst relaxt blieb.

Im Ring lief es auch wunderbar. Ich hatte ehrliche Sorge, dass sie beim Laufen hochspringen würde, aber als hätte sie gewusst, dass das in dem Moment äußerst unpassend gewesen wäre, ist sie diszipliniert neben mir hergetrabt. Danke, Süße!

Gleich geht’s los

Dezember 3, 2010

Nur noch packen und ab dafür! Frieda und ich brechen heute gen Marburg auf. Von dort aus werden wir morgen die DRC-Clubschau in Kassel besuchen. Außerdem haben wir für nächsten Mittwoch einen Termin in Gießen zum Röntgen. Spannend!

Katastrophenpulver

Dezember 2, 2010

Tja, bisher klangen meine Schneeberichte aus dem Fichtelgebirge ja noch alle recht begeistert. Aber so langsam wächst sich die weiße Pracht zum Problem aus.

1. Im Wald sind massenhaft Bäume umgestürzt. Was als Abenteuer anfing, wird jetzt richtig hinderlich. Zudem ist es nicht ganz ungefährlich – man weiß ja nie, wann es den nächsten zerhaut. Heute morgen war ich vorsichtshalber gar nicht im Wald, da es wieder so viel Neuschnee in der Nacht gab.

2. Egal wo man läuft, es ist anstrengend. Und irgendwie sind wir auf den meisten Pfaden auch die ersten und einzigen. Gestern habe ich mit Frieda eine unserer längeren Spazierstrecken angesteuert. Statt einer Stunde hat es fast zwei Stunden gedauert, bis wir wieder beim Auto waren. Und ich habe geschwitzt und geschnauft, das war nicht mehr feierlich. Seit heute morgen ist es sogar hier im Feld vorbei. Ein halber Meter Schnee, kaum ein Durchkommen.

Also, was mache ich nur mit Hundi? Und wo sind alle die anderen Hundehalter, die uns dabei behilflich sein könnten, Pfade in den Schnee zu trampeln? Faules Pack! 🙂