Frust

So langsam bin ich richtig angesäuert, was die Wegverhältnisse bei uns angeht. Es ist kaum möglich, mit Frieda spazieren zu gehen, weil im Wald nicht geräumt ist und man durch das Tauwetter knietief im Schnee versinkt. Die Feldwege hingegen waren teilweise geräumt, sind nun aber mit einer zentimeterdicken Eisschicht überzogen, die wirklich halsbrecherisch ist.

Zudem gleicht unsere kleine Gassirunde für morgens und abends direkt vom Haus weg mittlerweile einem großen Hundeklo, da alle Hinterlassenschaften, die so schön im Schnee konserviert waren, jetzt wieder auftauen. Gut, Frieda hat da durchaus ihren Anteil dran, und ich will mich über den Anblick auch gar nicht beschweren. Aber durch dieses Überangebot an Halbgefrorenem und der mangelnden Action unterwegs, weil ich einfach damit bechäftigt bin, mich nicht auf den Hosenboden zu setzen, hat Frieda urplötzlich damit angefangen, das Zeug zu fressen! Grrrrrrrhhhhhh…..! Ach, und was liebe ich Auseinandersetzungen mit meinem Hund darüber, was gefressen wird, und was nicht.

Mittags bemühe ich mich, mit dem Auto irgendwohin zu fahren, wo man wenigstens ein bisschen länger laufen kann. Gestern waren wir also auf dem Weg in den Wald, als mir ein Auto entgegen kam. Heraus sprach mich ein älterer Herr an, ich solle den Hund doch bitte im Wald nicht von der Leine lassen usw. Da ich schon erfahren durfte, wie zwecklos es in solchen Situationen ist, darauf hinzuweisen, dass Frieda immer bei mir bleibt, die Wege nicht verlässt und zudem noch auf Rückruf kommt, habe ich nichts gesagt, ein blöder Nachgeschmack blieb aber schon. Was soll ich denn machen? Da fährt man kilometerweit, damit Hund und Mensch zu ihrem verdienten Auslauf kommen, und dann auch noch sowas…

Frieda merke ich auch an, dass es ihr schwer fällt, von der Action des Urlaubs auf den langweiligen Alltag umzuschalten. Einerseits stresst es mich ziemlich, dass ich mit ihr nicht so viel machen kann, wie ich will, andererseits nervt mich aber auch, wie nervig sie sich benimmt, nur weil sie meint, nicht genug Action zu bekommen. Außenstehenden würde das vielleicht nicht so sehr auffallen, aber ich merke schon, dass sie sich auch im Haus wieder vermehrt Unsinn einfallen lässt. Ihr neuester Trick ist, dass sie herausbekommen hat, wie sie unseren Biomüll öffnen kann. Mmmpf.

Also was tun? Zunächst habe ich mir im Internet Spikes für meine Schuhe bestellt. Dann kann das Eis mich mal. 🙂 Und ansonsten bleibt nur das Hoffen auf stärkeres Tauwetter am Wochenende.

2 Antworten to “Frust”

  1. gizmolch Says:

    Da gibts nur eins: Bei Tchibo sind online Schneeschuhe und auch Winterketten für Schuhe im Angebot. 😉

    • ppfrieda Says:

      Ja, Du hast wahrscheinlich recht, wobei Schneeschuhe bei den jetzigen Schneeverhältnissen wohl auch nichts mehr bringen würden. Die bei Tschibo sind übrigens schon vergriffen… Wenn wieder Neuschnee kommt (und der Winter ist ja noch lang), werden wir un wohl mal welche für einen Tag leihen und das Ganze ausprobieren.

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