Doppelstunde

Am Montag waren wir bei Carolin zu einer Training. Und da die Fahrerei (einfache Strecke 1 1/2 Stunden) mittlerweile ziemlich beachtlich ist, haben wir gleich eine Doppelstunde angesetzt.

Wegen Hitze und Heuschnupfens sind wir in den Wald gefahren, wo wir mit ein wenig Dummytraining angefangen haben. Zunächst schlug Frieda sich noch ganz gut, aber dann wurde sie doch zu aufgeregt und hat einige Fiepser von sich gegeben. Ich glaube, die Erwartungshaltung bei Treffen mit Carolin und Llynja ist schon ganz beachtlich mittlerweile. Bevor wir abbrechen mussten haben wir jedoch zwei Vorans unter Verleitung arbeiten können, die prima geklappt haben. Frieda nimmt die von mir vorgegebene Richtung nachwievor super an, sodass wir uns wahrlich nicht beklagen können. Mit der Fußarbeit und dem Reinkommen bin ich auch total zufrieden – die Sache mit den Aufregungsquietschern vergessen wir da lieber ganz schnell wieder.

Nach einer kurzen Pause haben wir uns anschließend den Fächern der Begleithundeprüfung gewidment. Das Fußlaufen wurde dabei eindeutig durch meine Schusseligkeit erschwert, da ich mich partout nicht auf Parcour und Hund gleichzeitig konzentrieren konnte. Nachdem Carolin jedoch stets moderierend zur Seite stand, haben wir die Aufgabe gut bewältigen können. Insbesondere die zweite Runde ohne Leine lief prima mit einem aufmerksamen Hund und tadelloser Leistung.

Das Sitz aus der Bewegung haben Frieda und ich erst in der letzten Woche endlich geknackt. Ich hatte schon früher öfter mal Anläufe genommen, so richtig wollte der Knoten jedoch nie platzen. Wie ich es bei Frieda schon oft beobachten konnte, braucht es dann aber meist nur ein Schlüsselerlebnis für sie, um eine Sache ein für alle Mal zu lernen. Seitdem läuft es wie geschmiert, auch wenn wir das „Kunststückchen“ sicher noch häufig und in unterschiedlicher Umgebung üben müssen. Am Montag hat man durchaus gemerkt, dass sie etwas überrascht war, das Kommando an dieser Stelle zu hören, sodass ich kurz nachhelfen musste. Aber grundsätzlich sind wir hier einen riesen Schritt weiter als noch vor einigen Wochen.

Das Platz aus der Bewegung habe ich erst gestern begonnen, da ich beide Kommandos nicht zu dicht hintereinander üben wollte. Wie erhofft stellte das nun aber gar kein Problem mehr dar – was beim Sitz funktioniert, funktioniert dann offensichtlich auch beim Platz. Und mithilfe einiger Pansenstücke konnte ich meinem Leckermaul auch schnell vermitteln, dass es um ein schnelles Platz geht. 🙂

Das Ablegen und Liegenbleiben unter Ablenkung haben wir am Montag ebenfalls geprobt. Vielleicht half ein wenig die Tatsache, dass Frieda zu diesem Zeitpunkt schon recht groggy war, aber geklappt hat es wunderbar. Prima!

Durch die Trainingserlebnisse ist das Thema Begleithundeprüfung ganz unerwartet aktuell geworden. Eigentlich hatte ich mich fast schon damit arrangiert, die Prüfung nicht zu machen, da wir bei einigen der Übungen Schwierigkeiten hatten und ich einfach lustlos war. Andererseits lügt man sich vielleicht auch ein bisschen in die eigenen Tasche, wenn man meint, die Prüfung mit gutem Gewissen auslassen zu können, um direkt zur Dummyarbeit überzugehen. Schließlich hat das Begleithundetraining viel mit dem für die Dummyarbeit so unabdingbaren Grundgehorsam zu tun. Auf dem momentanen Stand bin ich zuversichtlich, dass wir die Prüfung meistern können. Also fehlt uns eigentlich nur noch ein geeigneter Termin. 🙂 Hmmmm, ich geh mal die CZ wälzen…

 

6 Antworten to “Doppelstunde”

  1. gizmolch Says:

    Na, das klingt ja sehr vielversprechend. Ist in Eurer BZG nicht im Juli ein Termin. Anke ist ja auch am Überlegen mit dem Terrorkeks die Begleithundeprüfung zu machen.

  2. Kathrin mit Jamie und Pippin Says:

    He, wow, ja, mach` die doch, wenn es bei Euch so gut klappt! Jamie wäre (und wird) ja wohl nie liegenbleiben, wenn ich fremde Leute mit Hund begrüße UND MIT IHNEN WEGGEHE, also… cool, dass Du das mit Frieda hinbekommen hast!

  3. working mudpaws Says:

    Wir haben noch so unsere Problemchen mit „Frauchen – geh nicht zu weit weg von mir …. und bitte nicht außer Sicht“ Da kommt das Pienze-Fienchen durch 😉

  4. Anke Says:

    „Das Fußlaufen wurde dabei eindeutig durch meine Schusseligkeit erschwert, da ich mich partout nicht auf Parcour und Hund gleichzeitig konzentrieren konnte.“

    *Lachflash* das kommt mir irgendwie bekannt vor 🙂
    Irgendwann schaffen wir´s schon noch *tschakka*

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