Archive for Januar 2012

Training vom 21. Januar

Januar 29, 2012

Es hat ein bisschen gedauert, doch endlich bin ich so weit. Bereits letztes Wochenende haben Frank und ich uns ein gemeinsames Training für Frieda erdacht und dieses wenig später auf der heimischen Trainingswiese umgesetzt. Da ich auch endlich mal wieder gescheite Grafiken für den Bericht basteln wollte, mussten zunächst einige technische Schwierigkeiten überwunden werden. Vielen, vielen Dank auf jeden Fall an Jens, der mir lauter hübsche Bildchen zur Verfügung gestellt und mich dadurch zu PC-Frickeleien motiviert hat. 🙂

Aaaaalso: Nachdem ich verschiedentliche Bestandteile des Einweisens ja zuvor mit Frieda allein trainiert hatte, wollten wir die Gelegenheit nutzen, das Erlernte am Wochenende gleich nochmal zu festigen. Außerdem ergeben sich durch einen Helfer die Möglichkeiten 1) echte Markierungen als Verleitungen zu werfen sowie 2) Half-Blinds zu arbeiten. Gesagt, getan.

Vorbereitungen: Frieda durfte dabei zusehen, wie ich Dummies in einem Gehölz am Waldrand versteckte. Diese Stelle kannte sie als (kleines) Suchengebiet schon aus unserem „Alleine“-Training. Frank begab sich derweil circa 30 Meter oberhalb des Suchengebiets in den Wald, um von dort aus eine Markierung als Verleitung an den Waldrand zu werfen. Frieda und ich gingen vom Suchengebiet aus rund 40 Meter weit in gerader Linie auf die Wiese.

Aufgabe: Frieda sollte mit mir zusehen, wie bei Frank die Markierung fiel. Anschließend wollte ich sie zunächst mit „Voran“ ins Suchengebiet schicken. Danach sollte sie die Markierung holen, da wir die Fallstelle im weiteren Verlauf als Memory-Punkt für weitere „Vorans“ nutzen wollten.

Da Frieda Markierungen nun sehr, sehr spannend findet, bog sie nach meinem ersten „Voran“ nach wenigen Metern rechts ab und machte sich auf den Weg zum Mark. Nix da! Ein Räuspern, ein „Nein“, zurück. Also setzte ich sie ab und ging nochmals zum Suchengebiet, um sie auf die Dummies aufmerksam zu machen. Anschließend ein zweiter Versuch – und Madame meinte immer noch, ihren kleinen Flatkopf durchsetzen zu müssen! Grrrrhhh. Da ich mir absolut sicher war, dass ich es in dieser Situation schlicht mit Ungehorsam und nicht mit einer zu schwierig gewählten Aufgabe zu tun hatte, gab es dieses Mal eine verbale Ermahnung und Drehen bei Fuß als Unterordnung, bevor ich sie ein drittes Mal ansetzte. Und dieses Mal trat wieder unser altes Problem auf – Frieda startete gar nicht erst, sondern wand sich und fiepte, als ich ihr das Kommando gab. Iris, die dieses Phänomen auch schon beobachten durfte, hatte mir damals gesagt, dass es bei Frieda hier nicht nur um Vertrauen ginge, sondern dass sie tatsächlich Schwierigkeiten damit habe, von etwas abzusehen, was sie sich einmal in den Kopf gesetzt hat. Entsprechend soll ich das „Voran“ in diesen Situationen dann auf jeden Fall durchsetzen. Also gab ich ihr erneut das Kommando und ging einen Schritt mit ihr in die angezeigte Richtung. Und da platzte der Knoten und die Maus düste ab ins Suchengebiet. Party, Suchenpfiff und zurück. Anschließend durfte sie das Mark holen, was selbstredend kein Problem darstellte. Auf ihrem Rückweg legte Frank derweil ein weitere Dummy an der alten Fallstelle aus, was in der nächsten Aufgabe als Half-Blind ebenfalls mit „Voran“ gearbeitet werden sollte.

Ich schickte Frieda erneut zuerst ins Suchengebiet, was dieses Mal einwandfrei und ohne zu zögern klappte. Danach richteten wir uns auf die alte Fallstelle der Markierung aus und ich schickte sie ebenfalls mit „Voran“ auf das dort liegende Half-Blind. Das hat super geklappt, prima! Frank legte in der Zwischenzeit ein weiteres Half-Blind aus.

In die dritte Aufgabe wollte ich erneut den Stopp-Pfiff aus dem „Voran“ einbauen. Im Suchengebiet hatte ich lediglich zwei Pocketdummies versteckt, sodass dort nichts mehr zu finden war. Dennoch war der Plan, Frieda erneut zu schicken, um sie dann dort ins „Sitz“ zu pfeifen und mit „Rüber“ auf das Half-Blind bei Frank zu zu schicken. Da ich mir nicht sicher war, ob sie die Fallstelle in der Situation aus einer anderen Perspektive noch auf dem Schirm haben würde, bat ich Frank, sofort ein Geräusch zu machen, sobald ich ihr das „Rüber“-Kommando gegeben hätte.

Der erste spannende Moment kam, als ich den Sitz-Pfiff gab. Ich wartete extra, bis Frieda aus dem Unterholz freie Sicht zu mir hatte und ging während sie suchte schon etwas auf sie zu. Dann kam der Pfiff und die Maus – saß! Und schaute mich erwartungsvoll an. Super! Anschließend kam das „Rüber“ worauf sie sofort in die richtige Richtung startete, jedoch gleich mit tiefer Nase, weshalb es sicher gut war, dass Frank sofort ein Geräusch in Höhe der alten Fallstelle machte. Man konnte förmlich hören, wie es in Friedas Hirn „Klick“ machte und sie war unterwegs. Suchenpfiff, aufgenommen, zurück.

Ich war wirklich sehr zufrieden mit unserem Training. Die anfänglichen Schwierigkeiten haben erneut gezeigt, dass das „Voran“ unter Verleitung und der generelle weitere Vertrauensaufbau beim „Voran“ weiterhin ganz wichtige Trainingspunkte für uns sind. Außerdem muss Madame lernen, dass sie auch vermeintlich langweilige Aufgaben (wie das „Voran“ in ein bereits bekanntes Suchengebiet) durchaus gewissenhaft zu erledigen hat. Beim Sitz-Pfiff haben wir erkennbare Fortschritte gemacht, da es nun auch möglich ist, diesen direkt in die Dummyarbeit einzubinden.

Heute gab es übrigens ein weiteres Training. Steadiness bei Markierungen. Dazu aber später mehr.

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3 x 20 Minuten

Januar 18, 2012

So sah unser Training in den letzten drei Tagen aus. Wie ich bereits geschrieben habe, hat mich die Trainingslust wieder gepackt – und so haben Frieda und ich in den letzten drei Tagen jeweils 20 Minuten Training in unseren Spaziergang eingebaut. Die Inhalte aller drei Trainings waren Einweisen und Steadiness.

Tag 1

Inspiriert von meinem Schwesterchen habe ich die Futterschüsseln eingepackt und bin mit Frieda zu einer unserer Trainingswiesen gezogen. Aufgrund des Schnees ist das Training mit Dummies momentan eher schwierig. Frieda war hochmotiviert und konzentriert – die zweimonatige Trainingspause hat ihr scheinbar gut getan.

Zum warm werden wollte ich mit Frieda ein ähnliches Training machen, wie Kathrin es mit Pippin absolviert hatte. Netterweise hat sie mir erlaubt, ihre Grafiken zu benutzen. Der Grundaufbau sah auch bei uns so aus:

Die längere Strecke bin ich mit Frieda gemeinsam abgegangen, den kürzeren Weg habe ich allein zurückgelegt. Anschließend schickte ich sie zunächst den weiteren, anschließend den kürzeren Weg. Kein Problem. Beim erneuten Befüllen der Futterschüsseln kam ich selbst ordentlich ins schwitzen. Als zweite Aufgabe wollte ich Frieda erneut auf die entferntere Futterschüssel schicken, wobei wir noch zusätzliche 10 Schritte zurückgegangen waren. Das sah dann in etwa so aus:

Beide Futterschüsseln waren wieder befüllt, die nähere zuletzt. Etwas erleichternd kam hinzu, dass in unserem Aufbau die zweite Schüssel nicht auf Friedas offener Seite, sondern rechts von uns stand. Dennoch ließ sich Frieda von der Verleitschüssel ablenken und driftete auf der Höhe des alten Startpunktes nach rechts weg. Also holte ich sie zurück, ging wieder auf unseren alten Startpunkt und schickte sie erneut auf die weitere Schüssel. Diesmal klappte es. Anschließend durfte sie auch die zweite Schüssel nach einem Voran leerschlabbern.

Anschließend versuchten wir uns am selben Aufbau erneut, ich schickte sie von unserem Startpunkt weiter hinten – und wieder driftete sie ab. Zurück, neu angesetzt, nochmal „Voran!“. Und hier tauchte dann wieder das Problem auf, was wir in letzter Zeit öfter beim Voran hatten – wenn Frieda und ich unterschiedlicher Meinung sind, traut sie mir nicht recht, und geht zunächst gar nicht mehr raus. Also ging ich einen Schritt in die angedeutete Richtung und wiederholte das „Voran“-Kommando. Und jetzt startete sie durch – das gab natürlich eine Party im Hintergrund und viel Lob nach dem Zurückkommen. Auf die zweite Schüssel schickte ich sie anschließend mit „Rüber“.

Anstatt nun noch etwas anderes auszuprobieren, wollte ich danach die Sache mit dem Annehmen der Richtung lieber absichern und gut zu Ende bringen. Also wiederholten wir die genannte Übung ein drittes Mal und diesmal ging Frieda ohne zu zögern in die richtige Richtung raus. Damit war ich wirklich zufrieden! Beim Annehmen der Richtung waren wir schon mal wesentlich weiter, aber die lange Pause macht vermutlich etwas Auffrischung nötig. Zuletzt schickte ich sie dann von unserem hinteren Startpunkt noch mit „Voran“ auf die zweite Schüssel. Die Schwierigkeit bestand darin, dass sie diagonal laufen sollte und noch keine ausgetretene „Autobahn“ im Schnee war, wie auf der anderen Strecke. Trotzdem ging sie schnurgerade raus, prima.

Tag 2

Erneut hatte ich die Futterschüsseln im Gepäck. Dieses Mal wollte ich das „Rüber“ in Kombination mit dem Sitz-Pfiff trainieren. Ich setzte Frieda ab und ging 50 Schritte von ihr weg. 20 Schritte vor mir stellte ich jeweils rechts und links im 90°- Winkel eine Futterschüssel auf. Die Entfernung der Schüsseln zur Geraden zwischen Frieda und mir betrug jeweils 20 Schritte. Beide Futterschüsseln waren befüllt.

Mit dem Doppelpfiff rief ich Frieda heran und stoppte sie mit dem Sitz-Pfiff auf der Höhe der beiden Schüsseln. Beim ersten Mal habe ich etwas zu spät gepfiffen, weswegen sie nicht ganz auf der richtigen Höhe zum Sitzen kam. Dennoch schickte ich sie mit „Rüber“ zunächst auf die rechte Schüssel. Anschließend folgte ein diagonales Voran auf die zweite. Dieselbe Übung wiederholte ich erneut, dieses Mal saß sie genau richtig und ich schickte sie nach links. Anschließend folgte wieder das Voran auf die zweite Schüssel. Beide Übungen liefen prima. Wenn Frieda auf mich zu läuft, kann ich sie problemlos ins Sitz pfeifen. Aus dem Voran heraus lasse ich es erstmal lieber sein – so habe ich mir nämlich seiner Zeit prima das Vertrauen beim Voran vermurkst.

Für die zweite Übung stellte ich die Schüsseln etwas um. Eine wurde in 30 Schritten Entfernung direkt vor uns platziert, die andere rechts von der ersten  in 20 Schritten Entfernung. Das erste Mal schickte ich sie mit „Voran“ auf die Schüssel direkt vor uns. Beim zweitem Mal tat ich nur so, als würde ich die Schüssel befüllen, tatsächlich blieb sie leer. Trotzdem schickte ich Frieda mit „Voran“ darauf, um ihr dann an dieser Stelle einen Sitz-Pfiff zu geben uns sie weiter „Rüber“ auf die rechte Schüssel zu schicken. Das funktionierte wunderbar, auch wenn Frieda sich an dieser Stelle noch schneller setzen könnte. Diese Art von Übung haben wir aber noch nicht oft gemacht, also heißt es einfach weiter üben. Als dritte Aufgabe schickte ich sie erneut auf die erste Schüssel mit „Voran“, in der dieses Mal wieder Leckereien zu finden waren.

Unser Steadiness-Training baute ich am Schluss des Spaziergangs noch ein, indem ich Frieda absetzte und vier Pocketdummies neben und hinter sie warf. Anschließend rief ich sie ab. Das klappte wunderbar und Frieda war dabei auch sehr entspannt. Dennoch sind das solche Übungs-„Klassiker“, die ich mit ihr nicht oft genug machen kann.

Tag 3

Heute wollte ich nur kurz den Sitz-Pfiff im Anschluss an ein Voran wiederholen. Ich versteckte zwei Pocketdummies in einem dichten (schneefreien) Bewuchs. Frieda durfte dabei zuschauen und wurde anschließend zunächst aus 60, danach aus 50 Schritten Entfernung von mir mit „Voran“ ins Suchengebiet geschickt. Suchenpfiff, gefunden, zurück. Das dritte Mal schickte ich sie aus 40 Schritten Entfernung. Als sie im Suchengebiet war, gab ich ihr nach wenigen Sekunden den Sitz-Pfiff. Sie war zwar offensichtlich irritiert, blieb aber sofort stehen und schaute mich an. Hmmmmm, was dieser erhobene Arm nochmal zu bedeuten hat? Ach, ja, sitzen! Sobald sie saß warf ich jeweils ein Dummy rechts und links von ihr in die Wiese. Anschließend schickte ich sie mit „Rüber“ auf das zuerst geworfene. Super! Das zweite Dummy sammelte ich selbst ein.

Damit wollte ich es mit dem Einweisen gut sein lassen und so trainierten wir lediglich noch etwas Steadiness. Erneut warf ich Dummies neben und hinter Frieda, dieses Mal jedoch erschwert durch den zusätzlichen Reiz platzender Brottüten, die den Schuss simulieren sollten. Das fand Frieda auch deutlich spannender als am Tag davor, blieb aber ruhig und brav sitzen. Nach jedem Wurf belohnte ich sie deshalb mit einem Leckerchen. Zum Schluss rief ich sie erneut ab und sammelte die Dummies selbst ein. Gut gemacht!

Nun werden wir die nächsten Tage erstmal pausieren. Ich freue mich allerdings, dass wir wieder etwas ins Training reingefunden haben. Frieda ist im Gegensatz zu letztem November wieder deutlich heruntergefahren, was mich durchaus etwas hoffen lässt.

Schneeschuhwanderung

Januar 9, 2012

Nachdem man sich im letzten Winter irgendwann zu Fuß fast gar nicht mehr draußen bewegen konnte, gab es als diesjähriges Weihnachtsgeschenk und logische Konsequenz: Schneeschuhe!

Bisher sind die Schneemengen zwar verhältnismäßig zahm, dennoch ist es mir auch heuer bereits passiert, dass ich im kniehohen Weiß erschöpft den Rückweg antreten musste. So nutzten Frank und ich den gestrigen Sonntag, um eine erste gemeinsame Schneeschuhwanderung zu erproben. Es hat viel Spaß gemacht und stellt tatsächlich eine erheblich Erleichterung im Tiefschnee dar. Frieda fand es ebenfalls lustig, auch wenn ihre aktive Bespaßung aufgrund der Schuh-Konzentration von Herrchen und Frauchen etwas dezenter ausfiel.

Seit heute ist hingegen wieder der schnöde Alltag bei uns eingekehrt. Und mit ihm erwachte ganz unerwartet auch wieder meine Lust auf Training mit der Maus. Die letzten Wochen haben wir dummytechnisch rein gar nichts gemacht – nachdem Friedalein zuletzt ordentlich hochgefahren war, eine durchaus planmäßige Pause. So langsam könnten wir jetzt wieder einsteigen, wenn da nur der ganze Schnee nicht wäre… Mal schauen, wie es sich in den nächsten Tagen und Wochen entwickelt.

Lebenszeichen

Januar 3, 2012

Nachdem wir ja versäumt haben, im Blog allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch  zu wünschen, bleibt mir nur, zu hoffen, dass Euch allen dies auch ohne unser Zutun gelungen ist. Bei uns ist mächtig viel los – Familienbesuche hier und dort, Wanderungen, Blödsinn. Am Samstag waren wir zum Beispiel mit Jens, Daniela und Gizmo im schönen Fichtelgebirgsschnee unterwegs. Während ich mal wieder ohne Kamera unterwegs war, war Jens äußerst fleißig. Fotos von zwei verrückten Flats in Action findet ihr hier.

Und als kleinen Vorgeschmack habe ich eines quasi als Preview geklaut: