3 x 20 Minuten

So sah unser Training in den letzten drei Tagen aus. Wie ich bereits geschrieben habe, hat mich die Trainingslust wieder gepackt – und so haben Frieda und ich in den letzten drei Tagen jeweils 20 Minuten Training in unseren Spaziergang eingebaut. Die Inhalte aller drei Trainings waren Einweisen und Steadiness.

Tag 1

Inspiriert von meinem Schwesterchen habe ich die Futterschüsseln eingepackt und bin mit Frieda zu einer unserer Trainingswiesen gezogen. Aufgrund des Schnees ist das Training mit Dummies momentan eher schwierig. Frieda war hochmotiviert und konzentriert – die zweimonatige Trainingspause hat ihr scheinbar gut getan.

Zum warm werden wollte ich mit Frieda ein ähnliches Training machen, wie Kathrin es mit Pippin absolviert hatte. Netterweise hat sie mir erlaubt, ihre Grafiken zu benutzen. Der Grundaufbau sah auch bei uns so aus:

Die längere Strecke bin ich mit Frieda gemeinsam abgegangen, den kürzeren Weg habe ich allein zurückgelegt. Anschließend schickte ich sie zunächst den weiteren, anschließend den kürzeren Weg. Kein Problem. Beim erneuten Befüllen der Futterschüsseln kam ich selbst ordentlich ins schwitzen. Als zweite Aufgabe wollte ich Frieda erneut auf die entferntere Futterschüssel schicken, wobei wir noch zusätzliche 10 Schritte zurückgegangen waren. Das sah dann in etwa so aus:

Beide Futterschüsseln waren wieder befüllt, die nähere zuletzt. Etwas erleichternd kam hinzu, dass in unserem Aufbau die zweite Schüssel nicht auf Friedas offener Seite, sondern rechts von uns stand. Dennoch ließ sich Frieda von der Verleitschüssel ablenken und driftete auf der Höhe des alten Startpunktes nach rechts weg. Also holte ich sie zurück, ging wieder auf unseren alten Startpunkt und schickte sie erneut auf die weitere Schüssel. Diesmal klappte es. Anschließend durfte sie auch die zweite Schüssel nach einem Voran leerschlabbern.

Anschließend versuchten wir uns am selben Aufbau erneut, ich schickte sie von unserem Startpunkt weiter hinten – und wieder driftete sie ab. Zurück, neu angesetzt, nochmal „Voran!“. Und hier tauchte dann wieder das Problem auf, was wir in letzter Zeit öfter beim Voran hatten – wenn Frieda und ich unterschiedlicher Meinung sind, traut sie mir nicht recht, und geht zunächst gar nicht mehr raus. Also ging ich einen Schritt in die angedeutete Richtung und wiederholte das „Voran“-Kommando. Und jetzt startete sie durch – das gab natürlich eine Party im Hintergrund und viel Lob nach dem Zurückkommen. Auf die zweite Schüssel schickte ich sie anschließend mit „Rüber“.

Anstatt nun noch etwas anderes auszuprobieren, wollte ich danach die Sache mit dem Annehmen der Richtung lieber absichern und gut zu Ende bringen. Also wiederholten wir die genannte Übung ein drittes Mal und diesmal ging Frieda ohne zu zögern in die richtige Richtung raus. Damit war ich wirklich zufrieden! Beim Annehmen der Richtung waren wir schon mal wesentlich weiter, aber die lange Pause macht vermutlich etwas Auffrischung nötig. Zuletzt schickte ich sie dann von unserem hinteren Startpunkt noch mit „Voran“ auf die zweite Schüssel. Die Schwierigkeit bestand darin, dass sie diagonal laufen sollte und noch keine ausgetretene „Autobahn“ im Schnee war, wie auf der anderen Strecke. Trotzdem ging sie schnurgerade raus, prima.

Tag 2

Erneut hatte ich die Futterschüsseln im Gepäck. Dieses Mal wollte ich das „Rüber“ in Kombination mit dem Sitz-Pfiff trainieren. Ich setzte Frieda ab und ging 50 Schritte von ihr weg. 20 Schritte vor mir stellte ich jeweils rechts und links im 90°- Winkel eine Futterschüssel auf. Die Entfernung der Schüsseln zur Geraden zwischen Frieda und mir betrug jeweils 20 Schritte. Beide Futterschüsseln waren befüllt.

Mit dem Doppelpfiff rief ich Frieda heran und stoppte sie mit dem Sitz-Pfiff auf der Höhe der beiden Schüsseln. Beim ersten Mal habe ich etwas zu spät gepfiffen, weswegen sie nicht ganz auf der richtigen Höhe zum Sitzen kam. Dennoch schickte ich sie mit „Rüber“ zunächst auf die rechte Schüssel. Anschließend folgte ein diagonales Voran auf die zweite. Dieselbe Übung wiederholte ich erneut, dieses Mal saß sie genau richtig und ich schickte sie nach links. Anschließend folgte wieder das Voran auf die zweite Schüssel. Beide Übungen liefen prima. Wenn Frieda auf mich zu läuft, kann ich sie problemlos ins Sitz pfeifen. Aus dem Voran heraus lasse ich es erstmal lieber sein – so habe ich mir nämlich seiner Zeit prima das Vertrauen beim Voran vermurkst.

Für die zweite Übung stellte ich die Schüsseln etwas um. Eine wurde in 30 Schritten Entfernung direkt vor uns platziert, die andere rechts von der ersten  in 20 Schritten Entfernung. Das erste Mal schickte ich sie mit „Voran“ auf die Schüssel direkt vor uns. Beim zweitem Mal tat ich nur so, als würde ich die Schüssel befüllen, tatsächlich blieb sie leer. Trotzdem schickte ich Frieda mit „Voran“ darauf, um ihr dann an dieser Stelle einen Sitz-Pfiff zu geben uns sie weiter „Rüber“ auf die rechte Schüssel zu schicken. Das funktionierte wunderbar, auch wenn Frieda sich an dieser Stelle noch schneller setzen könnte. Diese Art von Übung haben wir aber noch nicht oft gemacht, also heißt es einfach weiter üben. Als dritte Aufgabe schickte ich sie erneut auf die erste Schüssel mit „Voran“, in der dieses Mal wieder Leckereien zu finden waren.

Unser Steadiness-Training baute ich am Schluss des Spaziergangs noch ein, indem ich Frieda absetzte und vier Pocketdummies neben und hinter sie warf. Anschließend rief ich sie ab. Das klappte wunderbar und Frieda war dabei auch sehr entspannt. Dennoch sind das solche Übungs-„Klassiker“, die ich mit ihr nicht oft genug machen kann.

Tag 3

Heute wollte ich nur kurz den Sitz-Pfiff im Anschluss an ein Voran wiederholen. Ich versteckte zwei Pocketdummies in einem dichten (schneefreien) Bewuchs. Frieda durfte dabei zuschauen und wurde anschließend zunächst aus 60, danach aus 50 Schritten Entfernung von mir mit „Voran“ ins Suchengebiet geschickt. Suchenpfiff, gefunden, zurück. Das dritte Mal schickte ich sie aus 40 Schritten Entfernung. Als sie im Suchengebiet war, gab ich ihr nach wenigen Sekunden den Sitz-Pfiff. Sie war zwar offensichtlich irritiert, blieb aber sofort stehen und schaute mich an. Hmmmmm, was dieser erhobene Arm nochmal zu bedeuten hat? Ach, ja, sitzen! Sobald sie saß warf ich jeweils ein Dummy rechts und links von ihr in die Wiese. Anschließend schickte ich sie mit „Rüber“ auf das zuerst geworfene. Super! Das zweite Dummy sammelte ich selbst ein.

Damit wollte ich es mit dem Einweisen gut sein lassen und so trainierten wir lediglich noch etwas Steadiness. Erneut warf ich Dummies neben und hinter Frieda, dieses Mal jedoch erschwert durch den zusätzlichen Reiz platzender Brottüten, die den Schuss simulieren sollten. Das fand Frieda auch deutlich spannender als am Tag davor, blieb aber ruhig und brav sitzen. Nach jedem Wurf belohnte ich sie deshalb mit einem Leckerchen. Zum Schluss rief ich sie erneut ab und sammelte die Dummies selbst ein. Gut gemacht!

Nun werden wir die nächsten Tage erstmal pausieren. Ich freue mich allerdings, dass wir wieder etwas ins Training reingefunden haben. Frieda ist im Gegensatz zu letztem November wieder deutlich heruntergefahren, was mich durchaus etwas hoffen lässt.

3 Antworten to “3 x 20 Minuten”

  1. gizmolch Says:

    Oh, jetzt gibts hier auch schon so professionelle Trainingsberichte. Das wird ja immer besser! 😉

  2. ppfrieda Says:

    Naja, die gab’s ja schonmal. Nur habe ich in letzter Zeit entweder nicht trainiert oder war zu faul, wieder Grafiken zu erstellen. 🙂

  3. Kathrin mit Jamie und Pippin Says:

    Und professionelles Training! Tag 2 und 3 sind natürlich viel zu schwer für uns, aber ich habe mir die Übungen gemerkt 🙂

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