Archive for Februar 2012

Der Urlaub ist gerettet

Februar 19, 2012

Ich  habe etwas außerordentlich Positives zu vermelden: Frieda ist gestern zum dritten Mal läufig geworden!

Hätte sie den Abstand zwischen erster und zweiter Läufigkeit wiederholt, hätte sie just zu Beginn unseres mit Kathrin, Pippin und Jamie geplanten Urlaubs losgelegt. Insofern an dieser Stelle ein großes Dankeschön an das Friedrich, das ein Einsehen mit unseren Urlaubsplänen und Pippins Nerven hat und beschlossen hat, die ganze Chose etwas vorzuziehen. Urlaub, Training und gemischtem Rudelspiel steht somit nichts mehr im Wege!

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Vorfreude

Februar 11, 2012

Ich bin schon ganz aufgeregt, denn am Montag geht es los. Wir fahren nach Egling zu Iris und haben am Dienstag und Mittwoch jeweils zwei Einzeltrainings bei ihr. Bereits bei unseren gemeinsamen Gruppentrainings habe ich unheimlich viel gelernt und so freue ich mich riesig auf die tolle Gelegenheit, sie mal ganz allein für mich zu haben. 🙂

Zu Gast bei den Mudpaws

Februar 8, 2012

Wir haben ein schönes und spannendes Wochenende hinter uns. Auf Einladung des Gizmo-Rudels statteten wir ihnen im Hessenländle einen Besuch ab. Als i-Tüpfelchen gab es dazu am Sonntag noch ein Wiedersehen mit Ivonne, Fiene und den Mudpaws.

Den Samstag verbrachten wir mit einem gemütlichen Spaziergang, viel leckerem Essen und zwei vergnügten Flatnasen, denen ständig irgendwelche Blödeleien einfielen.

Es war wirklich schön, gemütlich und sehr stressfrei – wir hoffen, auch für die Gastgeber! Vielen Dank für die Einladung, wir kommen gerne wieder. 😉

Am Sonntag ging es bei klirrender Kälte gen Training, wo jedoch immerhin schneefreies Gelände auf uns wartete – ein Anblick, den ich hier schon seit Wochen nicht mehr zu Gesicht bekommen habe. Da Ivonne über unser Kommen informiert war, hatte sie ein super Training erdacht, in dem es schwerpunktmäßig um Steadiness bei Markierungen ging. Markierungen fallen – aber wir machen (erstmal) etwas anderes. Die Maus war zu Beginn wie immer ziemlich aufgeregt. Während der ersten Minuten fiepte sie hin und wieder ganz leise vor sich hin. Und wie immer wurde es mit der Zeit und jedem Apport besser. Um nach Möglichkeit gar kein Fiepen aufkommen zu lassen, half ich ihr beim Wegdrehen von den Marks, kurz nach dem Mark, wenn sie mich anschaute, und bei den Teamaufgaben, wenn Fiene geschickt wurde, mit der Leberwursttube: Wer nuckelt, kann nicht fiepen! Wie immer hieß es jedoch, höllisch aufzupassen, sie nicht im falschen Moment zu bestärken.

Generell würde ich sagen, dass wir so langsam wieder zu unserer „alten Form“ zurückfinden. Etwas besser war es insgesamt schon mal, aber zum Glück hat sich die Megaaufregung nach JP/R und Voralpenrand-Cup nicht gehalten. Ich muss mit der Kleinen einfach langsam machen, und Ivonne merkte ja auch bereits an, dass sie durchaus noch etwas Zeit zum erwachsen werden braucht. Ja, ja, ein Flat braucht ja drei bis fünf Jahre, bis er seine volle mentale Reife erreicht. Da las ich doch erst kürzlich in diesem erhellenden Artikel. Und wie reif das dann letztlich ist, sei dahingestellt. 😉

Friedas Markierfähigkeit litt erneut darunter, dass ich sie von den Marks immer wieder ablenkte. Doch weiterhin bleibe ich dabei, dass die Standruhe Priorität hat, Markieren wird schon irgendwie funzen. Trotzdem fand sie immer schnell, apportierte und suchte schön. Genaue Aufgabenbeschreibungen mit Trainingsgrafiken finden sich im Working-Mudpaws-Blog.

Das Sitzenbleiben, wenn ich hinter sie gehe, müssen wir noch etwas üben – da wanderten die Pfötchen doch langsam aber sich immer weiter herum. Das Abrufen von Marks hingegen klappte wie immer super und ich muss gestehen: Von dem Anblick, wenn sie auf mich zugerast kommt, kann ich selbst nie genug bekommen.

Als es dann an die Teamaufgaben ging, kam es zu einem weniger rühmlichen Ereignis. Ich versicherte Ivonne noch, dass es Frieda leichter fiele, Fiene beim Arbeiten zuzuschauen, als permanent in die andere Richtung das Mark anzustarrten, da war es auch schon geschehen: Frieda stürmte auf das „Get out!“ von Ivonne gleich mit los. Kannst Du auch Englisch, mein kleines Friedrich? Rückblickend habe natürlich ICH in dem Moment gepennt, irgendwie war ich innerlich noch nicht so weit und dann war es auch schon passiert. Meinen üblichen Brüller habe ich mir verkniffen, um die arme Fiene nicht noch zu irritieren. Frieda kam jedoch auf meinen Doppelpfiff  auch wieder zurück und Fiene konnte in Ruhe ihr Dummy nach Hause bringen – immerhin.

Anschließend klappte es dann aber gut, Frieda blieb brav sitzen, wenn Fiene arbeitete, und auch sonst war ich zufrieden. Die Verleitmarkierung bei einer Aufgabe fand sie zwar seeeehr spannend, ließ sich mit einem lauten Räusperer gefolgt vom Doppelpfiff jedoch davon abhalten, sich eingehender mit ihr zu beschäftigen.

Die letzte Aufgabe war eine Markierung, auf die über das alte Suchengebiet geschickt werden sollte. Zugegebenermaßen haben wir das Überlaufen alter Fallstellen noch nie geübt. Ein weißes Blatt in unserem Trainingsbuch, dem ich mich demnächst widmen werde. Denn ähnlich wie bei unserem letzten Voran-Training unter Verleitung war Frieda partout nicht davon abzubringen, ihren eigenen Plan vom Ganzen zu verfolgen – und der lautete: Im Suchengebiet langsamer werden und suchen, egal, was die Alte dahinten sagt. 🙂 Frank warf mehrmals das Dummy, machte ordentlich Action, ich ging mit Frieda ein paar Schritte, um sie übers Suchengebiet zu pushen, aber es war nichts zu machen. Markierungen? Interessieren mich doch eh die Bohne!

Um die Sache zu einem guten Ende zu bringen, vereinfachten wir die Aufgabe durch Verkürzung der Distanzen zum Suchengebiet und zur Markierung so weit, dass Frieda tatsächlich noch das gemeinte Dummy apportierte. Hier werden wir zuhause weiter üben. Danke auf jeden Fall an Ivonne, die sich eine solche Mühe gemacht und ein so tolles Training für uns erdacht hat!

Zum Schluss noch ein paar Bilder von Frieda mit Dummy. Das sind tatsächlich unsere ersten dieser Art. Dafür vielen Dank an Jens! Weitere Fotos und noch einen Trainingsbericht gibt es außerdem hier.

 

Frier, zitter, bibber

Februar 3, 2012

Die Kältewelle hat Deutschland ja momentan fest im Griff. Und – wie könnte es auch anders sein – im Osten ist es besonders kalt, was wir natürlich zu spüren bekommen. Aufgestanden bin ich um 6:45 Uhr bei -21,6°C. Als ich um 8 Uhr mit Frieda aufbrach, waren es immerhin schon -20,4 °C. Also hab ich die sexy lange Unterwäsche ausgepackt, mir meine dickste Winterjacke angezogen und mein Gesicht mit einem schwarzen Schal vermummt, sodass es aussah, als wollte ich den Wald ausrauben. Frieda… ging als Frieda.

Eigentlich war es sogar ganz schön. Die Sonne scheint und natürlich war niemand außer uns unterwegs. Eine gute Stunde haben wir ausgehalten und Frieda hat keinerlei erkennbare Probleme mit der Kälte. Mit hingegen fiel es etwas schwer, zum Öffnen des Futterbeutels immer mal wieder meine Handschuhe auszuziehen. Wieder am Auto angekommen, hatten wir beide schick anzuschauende Eisbärte und eingefrorene Wimpern und Augebrauen. Das einzige, was mir jedoch kalt geworden war, waren die Oberschenkel. Naja, wärmer werden könnte es trotzdem mal wieder…