Archive for März 2012

Angekommen

März 30, 2012

Da sind wir nun, nachdem wir es wochenlang kaum mehr abwarten konnten: mit Schwesterchen vereint in der alten Heimat. Schön ist es, und morgen geht es dann weiter gen Fehmarn. Da kann die Vorfreude auch der Wetterbericht nicht trüben. 🙂 Fotos folgen hoffentlich bald.

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Vorbereitungsseminar auf die Dummy A

März 29, 2012

Vergangenen Samstag besuchten Frieda und ich ein Vorbereitungsseminar auf die Dummy A der BZG Franken. Trainer war André Pfannstiel. Nach Ankunft im Gelände wurde schnell klar, dass es ein toller Tag werden würde. Alle Beteiligten waren nett und sympathisch, es gab ein Wiedersehen mit einigen alten Bekannten, und Sonderleiterin und Helfer hatten mit Kuchen und diversen anderen Leckereien für das leibliche Wohl gesorgt.

Ehrlicherweise ziehe ich eine Meldung zur APD/R  ja zur Zeit nicht in Erwägung. Noch eine Prüfung mit so vielen Einzelmarkierungen und sofortigem Schicken wollte ich zunächst nicht in Angriff nehmen. Auch, weil wir momentan nicht die geringste Chance hätten, eine solche zu bestehen. Denn Friedas winzig kleine, leise, aber durchaus vorhandene Fiepser nach Markierungen in offiziellem Surrounding sind nachwievor ein Problem.

Genau aus diesem Grund hatte ich auch gemeldet – um diese Situationen zu üben, ohne dass ich sie wie in einer Prüfung auch tatsächlich sofort schicken muss. Dies erklärte ich auch in der allgemeinen Vorstellungsrunde und los ging es.

Wie fingen mit dem Wasserapport an, was natürlich besonders herausfordernd ist. Frieda war sehr aufgeregt, unser Drama nimmt gewöhnlich mit dem Marsch zum Richter seinen Lauf. Sieht sie die vielen fremden Personen im Gelände stehen, den Richter oder Trainer, der uns erwartungsvoll entgegenschaut, entweichen ihr die ersten Aufregungsbekundungen. Wir nahmen also Aufstellung am Wasser, das Mark fiel und Frieda… fiepte gaaaanz leise. Wohl so leise, dass André sich bei mir rückversicherte, ob sie denn überhaupt gefiept hätte. Ich hatte es allerdings gehört und schickte sie daher nicht (im Nachhinein überlegte ich, ob es nicht vielleicht doch besser gewesen wäre, sie an dieser Stelle schonmal Druck abbauen zu lassen). Da wir die Wassermarkierung aus zwei unterschiedlichen Winkeln und Entfernungen proben wollten, ging es angeleint weiter zum zweiten Startpunkt. Dieses Mal war Frieda deutlicher zu hören. Ich drehte sie von der Markierung weg, so wie Iris es mir empfohlen hatte, aber das schaukelte sie dieses Mal nur noch mehr hoch.

Auch André war etwas ratlos. Guter Rat ist bei so etwas eben teuer. Oder auch gar nicht zu bekommen. Allerdings hatte ich im Prinzip ja auch mit nichts anderem gerechnet, also hielt sich die Enttäuschung in Grenzen, als wir unverrichteter Dinge zurück in die Wartezone gingen.

Da ein paar Hunde Probleme mit dem Einspringen und Schütteln am Wasser hatten, stand als nächstes eine Gehorsamsübung am Wasser sowie spielerisches Anti-Schüttel-Training auf dem Plan. Wir warteten alle am Wasser und schauten zu, wie die anderen Teams arbeiteten. Eine super Gelegenheit für Frieda und mich, das ruhig Sein am Wasser zu üben. Jedes Mal, wenn sie sich beim Anblick des im Wasser treibenden Dummies hochschaukelte, drehte ich sie um und ging ein Stück mit ihr weg. Um es ihr leichter zu machen, spielte ich zwischendurch kurz mit ihr oder ließ sie ein paar Käsewürfel aus der Wiese erschnüffeln. So legte sich die Unruhe langsam etwas, bis wir an der Reihe waren.

Die Aufgabe bestand in einer kurzen Doppelmarkierung an Land und an Wasser. Selbstredend sollte der Hund die Landmarkierung zuerst holen. Beim Anblick des Wassermarks fiepte Frieda kurz, drehte sich aber schön mit zur Landmarkierung, bei der sie still war. So konnte ich sie schicken und ja… der Gehorsam ist sicher nicht unser ganz großes Problem: Die Kleine holte mir ohne zu zögern das richtige Dummy rein.

Bei der nächsten Übung ging es vor allem um Spaß. Der Hund durfte ohne Freigabe ein Dummy aus dem Wasser fischen, war er auf dem Rückweg, sollte der Hundeführer das schnelle Reinkommen ohne Schütteln erreichen, indem man den Hund mit einem Spielzeug lockte, was sofort nach Ankunft des Hundes weiter an Land für ihn geworfen wurde. Verständlich? Ich überlegte kurz, ob ich diese Übung wirklich mitmachten sollte. Schließlich durfte der Hund hier munter einspringen, auch ins Wasser. Aber auch André plädierte dafür, dass wir ruhig mal ein bisschen Spaß haben sollten, und da auch ich keine gesteigerte Lust auf dauerhafte Spaßbremserei und Frustschieberei hatte, machten wir mit. Frieda schlug sich super. Ihre Beutegeilheit trieb sie dazu, mehrere Apporte am Stück ohne einen einzigen Schüttler hinter sich zu bringen. Und wenn sie sich schüttelte, ließ sie ihre Beute dabei nicht fallen. Mein kleiner Geier. 🙂

Bei der Einzelmarkierung an Land trat wieder unser altbekanntes Problem auf. Dieses Mal versuchte ich es mit einer Runde Fußlaufen nach Fallen des Dummies, aber auch das schaukelte Frieda eher noch mehr hoch. Wieder am Startpunkt schlug André vor, einfach mal abzuwarten. Und tatsächlich beruhigte sich Frieda nach kurzer Zeit neben mir, sodass ich sie zunächst loben und wenig später auch schicken konnte. Und obwohl Zeit vergangen war und wir uns auch vom Startpunkt wegbewegt hatten, hat die Maus super markiert und das Dummy schnell reingebracht. Fazit war, dass es eine neue Möglichkeit wäre, nach Markierungen einfach erstmal abzuwarten, bis Frieda sich von allein beruhigt, und sie dann dafür zu loben.

In neuem Gelände ging es anschließend in die Freiverlorensuche. Unsere Paradedisziplin. Keine Schüsse, keine Markierungen, kein Fiepen. Und Suchen kann es, das Friedrich. In einem mit dichten Brombeeren bewachsenen Waldstück lagen zehn Dummies aus. Los geht’s! Frieda suchte super, es machte ihr viel Spaß und wie immer brauchte es keinerlei weitere Kommandos, um sie nach Finden eines Dummies zu mir zurück zu holen. Bei der Suche nach dem dritten Dummy rutschte mir allerdings kurzfristig das Herz in die Hose, denn Frieda stöberte tatsächlich direkt vor sich einen Hasen aus den Brombeeren auf! Der Hase hoppelte davon, Frieda schaute hinterher… und es rauchte in ihrem Schädel. Dann drehte sie sich um, schnappte das Dummy und kam zu mir zurück. Jucheih! Leider freute ich mich bei ihrem Hereinkommen wohl zu sehr – André empfahl mir, in solchen Situationen kein Aufhebens darum zu machen, damit sie einfach zur Normalität würden. O.k., sicher wahr, aber ich war einfach so stolz auf meine Kleine! Auch das vierte Dummy holte sie noch prima aus dem Gelände. Gut gemacht!

Beim anschließenden Appell überraschte sie mich nochmals. Sie lief für unsere Verhältnisse wirklich gut am Fuß, überholte mich nicht, drehte sich halbwegs schön mit und: war still. Auch als die Markierung fiel. Und die hatte sie offensichtlich gesehen, denn als ich sie schickte, dachte ich noch, dass sie nicht wüsste, wo das Dummy läge, aber schwupp! kam sie schon damit zurück. Suuuuuuper! André war sehr zufrieden mit uns.Und ich mit meinem Friedrich.

Auf der Autofahrt und in der folgenden Nacht ließen mich die Ereignisse des Tages aber nicht los. Frieda hatte super gearbeitet, wir hatten keine Probleme mit Einspringen, Blödsinn machen, schlechtem Markieren oder Tauschen. Das Wasser nahm sie an und ich gehe mal davon aus, dass Schütteln auch kein Thema gewesen wäre. Nur das Fiepen, das bleibt uns. Nachdem auch André zum Schluss nochmal an mich appelliert hatte, nicht aufzugeben, grübelte ich, was man noch machen könnte. Bisher habe ich es ja mit viel Geduld und häufigem nicht-Apportieren versucht. Kleinere Verbesserungen gab es dadurch schon. Im Einzeltraining ist Frieda komplett still. Auch beim privaten Training mit Christine und Jack hat sie zuletzt keinen Mucks von sich gegeben. Aber fremde Hunde, fremde Leute und vor allem diese Schießerei brechen uns immer wieder das Genick. Nachts lief vor meinem inneren Auge der Film ab, der zeigte, wann Frieda anfing, sich hochzuschaukeln. Ja, genau, beim Marsch zum Startpunkt. Also möchte ich nun gerne versuchen, dieses ritualisierte Verhalten auf dem Weg ins Gelände zu unterbrechen. André brachte mich auf die Idee, ihr doch etwas zum Tragen unterwegs zu geben, und auch Ivonne hatte uns ja bereits den Hinweis gegeben, dass ein Dummy in der Schnute auch ein prima Anti-Fiep-Training sein kann. Da wir nichts zu verlieren haben, werde ich es nun mal so ausprobieren. Also nicht von Frieda verlangen, sich von alleine runterzufahren, sondern ihr aktiv dabei helfen, indem ich sie ablenke und ihr eine Alternative anbiete. Am nächsten Tag bestellte ich gleich ein super aufregendes, felliges Spielzeug, mit dem ich hoffe, ihre Aufmerksamkeit auf mich und weg von dem Geschehen vor uns lenken zu können. Hey, whatever works!

Auf jeden Fall war für mich wieder deutlich zu sehen, dass Druck – egal in welcher Form – uns in den relevanten Situationen nicht weiterhelfen wird. Druck ist ja gerade das Problem. Also versuchen wir es jetzt mit einer Spaßoffensive. 🙂

Ein Cocker bei der Arbeit

März 23, 2012

Der Film wurde in einem Forum gepostet. Ich finde ihn aber so faszinierend, dass er auch hier nochmal seinen Platz bekommen soll.

The Flat versus the rest

März 12, 2012

Auch ich habe aus gegebenem Anlass noch etwas zur Varietäten-Thematik beizutragen. Nämlich diesen schönen Artikel. Viel Spaß beim Schmökern!

You can’t hurry love

März 11, 2012

… oder Dummy.

Gestern war es so weit, wir hatten unser erstes reguläres Gruppentraining für 2012. Ingsesamt haben sieben Hunde teilgenommen, also war schon ganz schön etwas los. Ich habe mich zu Beginn mal wieder aus dem allgemeinen Geschehen ausgeklinkt und versucht, Frieda in Ruhe aus dem Auto zu bekommen. Da sie seeeeeehr aufgeregt war, dauerte das eine ganze Weile. Nach einigen Versuchen, bei denen sie es nicht schaffte, ihren Popo im Kofferraum auf dem Boden zu behalten, bis ich sie angeleint hatte, schloss ich den Deckel und ging erstmal ohne Hund ins Gelände. Akustisch begleitet von empörtem Gebell. 🙂

Wenig später wurde es allerdings ruhig im Wagen und wir versuchten es auf ein Neues. Dieses Mal lief es schon besser, aber da Frieda offensichtlich immer noch Schwierigkeiten hatte, an irgendetwas anderes als an das Austeigen aus dem Auto zu denken, setzte ich mich stattdessen zu ihr auf die Ladefläche und ließ erstmal einige Minuten verstreichen. Madame legte sich schließlich neben mich und ergab sich ihrem Schicksal. Sehr schön. Das war der Zeitpunkt, wor wir den Marsch ins Gelände antraten.

Das lief nun schon viel besser. Regelmäßig beobachte ich Hundeführer, die sich von ihren Hunden mehr oder minder ins Gelände ziehen lassen. Irgendwie stört das meist auch niemanden. Nun, ich hätte damit jetzt auch kein grundsätzliches Problem, wenn ich nicht der Meinung wäre, dass bereits die Vorbereitung und der Beginn eines Trainings die Weichen für den gesamten weiteren Verlauf stellen. Insofern achtete ich penibel darauf, dass Frieda aufmerksam neben mir an lockerer Leine ging. Wurde sie schneller, lief ich in sie hinein und es ging ein paar Schritte zurück. So etwas versteht sie immer sehr schnell.

Angekommen platzierte ich sie auf ihrer Decke und es gab erstmal einen leckeren Kong zum Leerschlabbern. Besser, als sich gleich auf die ganzen anderen Hunde zu konzentrieren und sich in irgendetwas reinzusteigern. Anschließend übten wir uns erst im Liegen und Warten. Währenddessen arbeiteten in der Nähe die ersten Hunde Markierungen mit Schuss. Die fliegenden Dummies konnte Frieda zuerst nicht sehen, die Schüsse hören natürlich schon. Sie war angespannt, aber ruhig.

Nach einiger Zeit legte ich ihr die Moxon an und übte mit ihr Fußlaufen. Immer ein Stück auf die arbeitenden Hunde zu und dann wieder weg. Dazwischen Drehübungen etc. Für alle guten Aktionen wurde sie mit Leberwurst belohnt. Bei jedem winzigen Fiepser lief ich in sie hinein und drehte sie vom Geschehen weg. Zwischendurch legte ich sie immer wieder auf ihrer Decke ab.

Nachfragen, auch zu arbeiten, lehnte ich dankend ab. Nachwievor ernte ich hier ab und zu irritierte Blicke. 😉 Aber ich merkte, das Frieda noch nicht so weit war, wir arbeiteten uns langsam an die Gruppe und die Dummies heran. Irgendwann standen wir dann so, dass wir von der langen Seite des Geländerandes aus sowohl Dummies als auch arbeitende Hunde direkt beobachten konnten. Das war sehr anstrengend für Frieda, also belohnte ich sie für ruhiges Verhalten großzügig.

Nach einer kurzen Pause fragte ich dann, ob wir uns angeleint neben die arbeitenden Teams stellen dürfte. Kein Problem. Also sahen wir zu, wie vor uns die Dummies fielen und die anderen Hunde zum Arbeiten geschickt wurden. Ab und zu musste ich sie noch abdrehen, insgesamt wurde es aber immer besser. Zum Abschluss leinte ich Frieda ab und bat den Werfer ein Dummy direkt vor uns in eine Schneise zu werfen. Frieda war komplett ruhig und relativ entspannt, ich war begeistert! Also gingen wir ein Stück im Fuß auf das Dummy zu, bevor ich sie absitzen ließ und das Dummy selbst holte. Darauf folgte natürlich eine Belohnung für die brave Maus.

Danach trat dann wirklich so etwas wie Aufregungsermüdung ein. Frieda hatte irgendwie aufgegeben – zumindest was die Dummies anging (Blickkontakt mit anderen Menschen war natürlich immer noch Grund genug, begeistert in die Leine zu springen). Also beschloss ich, als Abschlussübung noch ein Voran auf einen Fixpunkt mit Blind auf halbem Wege zu machen – unsere Paradeübung der letzten Wochen. Dazu gingen wir allein mit dem Helfer in einen neuen Geländeabschnitt, Frieda rechnete offensichtlich nicht mehr damit, dass noch etwas passieren würde. Die Aufgabe klappte gut und vor allem konzentriert und ruhig. Ruhende Dummies sind ohnehin keine wirkliche Herausforderung an die Nerven der Maus.

Zufrieden und erschöpft beendeten wir danach das Training. Insgesamt waren wir zweieinhalb Stunden im Gelände, es hatte also viel Gelegenheit zum Warten gegeben. Ich war sehr glücklich, die Sache durchgezogen zu haben, und meine, dass sich auch sofort Erfolge bemerkbar machten. Natürlich müssten wir derartiges viel öfter üben. Für Dienstag  bin ich auch schon wieder mit Christine und Jack zum Training verabredet, da geht es in kleinerem Kreis weiter.

Kleine Häppchen

März 9, 2012

In den letzten beiden Wochen haben wir eher kleine Trainingshäppchen absolviert. Nach einem komplexeren Training nach dem Vorbild unseres Einzeltrainings habe ich beschlossen, die einzelnen Bestandteile des Einweisens nochmal separat zu festigen.

So haben wir uns dem „Dreick“ gewidmet und die verschiedenen Richtungen geübt. Das klappte auch schnell sehr gut, Frieda nimmt die Richtungen prima an. Allerdings werde ich die Übung wohl noch öfter wiederholen, da es sich sicher lohnt, durch Variation von Distanzen und Gelände den Schwierigkeitsgrad nach und nach zu steigern.

Dann haben wir uns an einer Miniversion des Walking-Baseball versucht, was schon mehr Tücken bereithielt. Ich habe es einfach gestaltet und dank des kurzen Wintergrases nie den Überblick verloren. Frieda hingegen schon, sodass ich mit ihr das ein oder andere Mal die Richtung und das zu holende Dummy ausdiskutieren musste. Am Ende sind wir jedoch auch hier erfolgreich gewesen.

Und zu guter Letzt feilten wir am Lining. Frieda geht auf das „Voran“ schon wieder richtig schön raus, endlich habe ich nicht mehr das Gefühl, dass das Kommando uns beide irgendwie annervt. 🙂 Allerdings gefällt mir nicht immer, wie sie doch relativ deutlich von der geraden Linie abweicht. Da wir in letzer Zeit stets ohne Führerfährte und in schwierigem Gelände im Wald gearbeitet haben, ist dies wohl nicht verwunderlich. Aber ein schöner Punkt, an dem man ansetzen kann.

Die Übung bestand darin, dass ich Frieda habe dabei zuschauen lassen, wie ich an einem relativ markanten Punkt im Wald – zum Beispiel einer umgestürzten Baumwurzel – einige Dummies ausgelegt habe. Anschließend sind wir im Fuß ein Stück weiter gegangen, sodass ich sie aus einem anderen Winkel auf den Fixpunkt schicken konnte, als von wo aus sie das Auslegen der Dummies beobachtet hatte. Die Entfernung betrug stets etwa 30 Meter. Da das oberste Ziel ein sauberes Lining war, habe ich mir vorher genau die Strecke ausgemalt, die Frieda laufen sollte. Im Wald ist das wunderbar, da die imaginäre Linie meist prima durch Bäume, Hölzer oder Wurzeln gesäumt ist. Sollte Frieda von dieser Linie abweichen, galt es, sie sofort wieder reinzuholen und neu anzusetzen. Für das Zurückholen hatte ich extra vorher nochmal den Hier-Pfiff mittels eines Kongs an der Schnur gefestigt – Motivation ist alles! Beim ersten Mal Schicken bog Frieda auch gleich um einen meiner imaginären Begrenzungsbäume ab. Das Reinholen klappte prima, ich verkürzte die Strecke um einen Meter und richtete sie nochmals sorgfältig aus. Dieses Mal klappte es. Wunderbar, solche Erfolgserlebnisse brauchen wir!

Im weiteren Verlauf der Übungseinheit arbeiteten wir uns in einem Kreis um den Fixpunkt herum, sodass ich sie aus immer anderen Winkeln schicken konnte. Das war gar nicht so einfach, denn inmitten des Waldes ist so eine umgestürzte Baumwurzel gar nicht sooooo markant. Allerdings war ich begeistert, welche Möglichkeiten das Gelände eröffnete – es wäre ein Leichtes gewesen, auch Hindernisse, Kuhlen oder andere knifflige Hürden in die Linie einzubauen. Allerdings waren wir schon so ausgelastet genug, sodass ich mich bemüht habe, auf relativ moderat bewachsenen Linien zu schicken.

Wirklich schlecht lief es nicht. Allerdings musste ich einige Male näher an unseren Fixpuntk herangehen. Das hing aber auch damit zusammen, das Madame sehr unkonzentriert war. Sie ließ sich tatsächlich von irgendwelchen spannenden Gerüchen ablenken und hatte den Kopf ziemlich in den Wolken. Da das wohl auch mit ihrer Läufigkeit zu tun hatte, ließ ich es nach fünf „Vorans“ dabei bewenden. Aber auch diese Übung werden wir definitiv wiederholen.

Demnächst geht es dann auch wieder zum freien Dummytreff. Wir haben lange nicht mehr regelmäßig in der Gruppe trainiert und so heißt es: neues Jahr, neues Glück. Ich bin fest entschlossen, mich zu keinen Apportierfestivals hinreißen zu lassen, sondern das Hauptaugenmerk auf Friedas Nerven und innere Ruhe zu legen. Ommmmmmmmmmmmmm.