Archive for November 2012

Spaß-Workingtest der Working Mudpaws

November 30, 2012

Der erste größere „Hundetermin“, nachdem Josef auf den Plan getreten war, war der Spaß-WT der Workings Mudpaws zugunsten des Vita Assistenzhunde e. V. am 28.10. Da dieser jedoch vom ersten Wintereinbruch des Jahres begleitet wurde, fielen unsere Pläne, unseren Sohnemann mitzunehmen, endgültig flach. Meine Eltern waren so lieb, auf den kleinen Mann aufzupassen, während Frank, Frieda und ich uns einen Tag in trauter Dreisamkeit gönnen durften.

Frank bereute seine Entscheidung, mitzukommen, jedoch das ein oder andere Mal. Bei eisigem Wind im Schnee wartend, zweifelt man(n) schonmal am eigenen Verstand und dem der übrigen Teilnehmer. 🙂 Letztlich hatten wir jedoch viel Spaß, nicht zuletzt, weil sich die Temperatursituation ab der zweiten Aufgabe in einem waldigen Tal schlagartig besserte. Zudem sorgte die Orga (die ohnehin fabulös Fantastisches geleistet hat!) für stetigen Nachschub an heißen Getränken.

Unterwegs ins Gelände:

swt-2

Ich glaube, so entspannt wie auf dieser Veranstaltung war ich noch nie, wenn es an eine Aufgabe ging. Letztlich sollten Frieda und ich vor allem Spaß haben, alles andere war zweitrangig. Nun wird so mancher sagen: Aber das sollte doch auf jedem Workingstest und bei jedem Training so sein! Ja, schon, wenn wenn man mal ehrlich ist, ist man sonst meist schon ein wenig aufgeregt und angespannt.

Die erste Aufgabe, eine Einzelmarkierung in Kombination mit etwas Steadiness, arbeiteten wir… hmmm… sehr mäßig. Frieda blieb nach der Markierung zwar brav (wenn auch nicht ganz ruhig) sitzen, während ich ein paar Meter weiter vorlief, um sie anschließend wieder ins Fuß zu rufen, aber als ich sie schickte, rannte sie ziemlich planlos über den Acker. Markiert sieht anders aus, was Madame da veranstaltete war eher eine Freiverlorensuche. Bei der Abgabe glitt ihr das Dummy dann noch aus dem Maul – etwas, was sonst nicht passiert, aber das erste Schneedummy des Jahres forderte hier seinen Tribut.

Bei der zweiten Aufgabe handelte es sich um eine Einzelmarkierung im Wald, auf die der Hund nach Freigabe durch die Richterin direkt geschickt werden durfte.  Beim Zurückkommen wurde eine weitere Verleitmarkierung geworfen, die der Hund anschließend arbeiten sollte. Frieda stürmte gen Fallstelle, schnupperte kurz, fand nicht sofort  und… suchte. Hmpf. Das konnten wir schonmal besser. Nachdem sie völlig ab vom Schuss herumstöberte, wurde die Markierung ein zweites Mal geworfen. Nun fand sie das Dummy recht schnell, die Verleitmarkierung kam und Frieda, Gott sei Dank, auch. Braves Mädchen! Anschließend richtete ich sie auf die Verleitung aus und schickte mit Apport. Offensichtlich richtete ich jedoch nicht genau genug aus, denn die Flitzemaus drehte gleich ab und holte mir doch glatt Markierung Nummer eins aus dem Wald. Hmpf. Auch die Verleitung bekamen wir mich einer kleinen Suche noch irgendwie rein, aber schön ist etwas anderes.

Heiteres Warten in der Line:

SWT Warten in der Line

Die dritte Aufgabe begann mit etwas Fußarbeit, anschließend fiel eine Einzelmarkierung linker Hand im Wald, der Hund sollte jedoch erst rechter Hand ein Dummy aus einer kleinen Suche bringen. Der Klassiker, sozusagen. Diese Aufgabe meisterten wir wirklich gut. Fußarbeit und Standruhe waren gut, selbst das Drehen am Fuß sah gar nicht übel aus. Und markiert hatte Flatilein dieses Mal auch.

Bei der vierten Aufgabe handelte es sich erneut um eine Einzelmarkierung. Nachdem das Dummy gefallen war, musste sich das Gespann kurz umdrehen, der Helfer verschwand und der Hund wurde ohne diese Orientierungshilfe zum Apport geschickt. Auch diese Aufgabe lief gut mit einer mittlerweile recht entspannten Frieda.

Zuletzt gabe es noch eine Spaß-Aufgabe, bei der einzelne Hunde aus der Line zum Apport geschickt wurden. Hier wurde Frieda nach einer Weile wieder etwas unruhig, hielt sich aber eigentlich nicht schlecht. Und auch unangeleint haben wir mit Einspringen zumindest kein Problem.

Detailliertere Aufgabenbeschreibungen – vor allem auch grafisch dargestellt – findet ihr übrigens bei Anke im Blog.

Frieda bei ihrem Apport:

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Am Ende belegten wir Platz 7 von 11 Startern in der Anfängerklasse. Während wir in den ersten beiden Aufgaben sicher viele Punkte ließen, stammt der Löwenanteil aus den Aufgaben drei und vier. Merke: Bei der nächsten derartigen Veranstaltung lasse ich Frieda schon vor Beginn einige Aufgaben arbeiten, damit sie auf die richtige Temperatur kommt.

Fazit: Wir sind nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei! Gaaaaanz toll gemacht, Ivonne!

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Die erste Begegnung

November 28, 2012

Nun, einige Wochen später, habe ich so langsam die Hoffnung, wieder regelmäßiger bloggen zu können. Unsere kleine Familie hat allerdings auch ereignisreiche Wochen hinter sich, sodass man mir die Wortkargheit hoffentlich verzeihen möge.

Am 04.09.2012 kam unser Josef zur Welt, und was läge näher, als die Ereignisse von da an aufzuarbeiten? Bereits einen Tag später hat Frank mich und unseren Sohnemann abgeholt, das erste Zusammentreffen mit Frieda stand kurz bevor.

Zunächst bin ich alleine vorgegangen und habe das schwarze Monster begrüßt. Die Kleine war ziemlich aufgeregt, ich glaube, die vergangene Zeit mit meiner Schwangerschaft und unserem ersten hausinternen Umzug kamen ihr bereits etwas spanisch vor. Dann kam Frank mit Josef im Maxi Cosi dazu. Wahnsinn, wie spannend Frieda das kleine Wesen fand!

Wir bemühten uns, uns möglichst entspannt und natürlich zu geben, aber ich fürchte, man kann die eigene Aufregung und emoitionale Achterbahnfahrt nach so einem Geburtserlebnis nicht vor sensiblen Vierbeinern verbergen. Frieda war so aufgeregt, dass ich sie in Josefs Nähe wohl oder übel etwas ausbremsen musste. Nachdem wir ihn in die Wiege gelegt hatten, war sie von der Situation so irritiert, dass ihr ein paar verzweifelte Beller entfleuchten. An der Wiege durfte sie Josefs Händchen beschnuppern und abschlecken, dann beruhigte sich die Situation bald.

Ab dann wurde alles immer entspannter. Frieda hat sich unglaublich schnell an den Zuwachs gewöhnt. Glücklicherweise scheinen sie weder Josefs gelegentliches Gebrüll noch die nächtlichen Aktivitäten in der Wohnung großartig zu stören, sodass wir alsbald genütlich zu dritt oder viert auf dem Sofa kuscheln konnten. Natürlich wurmt es sie manchmal, wieviel Aufmerksamtkeit der kleine Mann von mir bekommt. Aber insgesamt kommen wir gut klar und vor allem ist die Friedamaus wunderbar vorsichtig im Umgang mit dem kleinen Sir Stinkalot.

Ich habe ein gutes Gefühl und freue mich schon darauf, Josef mit Frieda aufwachsen zu sehen. Ich glaube, sie gibt eine wunderbare „große Schwester“ ab. 🙂

Seitdem ist schon allerhand passiert und ich freue mich, berichten zu können, dass ich trotz aller Neuerungen schon wieder einige Unternehmungen und Trainings mit Frieda unternommen habe, von denen ich in den nächsten Tagen berichten werde.