In the meantime

Kurz ein kleiner Abriss unserer Erlebnises der letzten Woche.

Am letzten Wochenende hat Frank sich bereit erklärt, mir bei der jagdlichen Ausbildung von Frieda unter die Arme zu greifen. Also gab es erneut ein kleines Training mit dem verbliebenen Schleppwild (eine Ente und ein Kaninchen). Angefangen haben wir mit Markierungen im Wald – erstmal sehen, ob Frieda die Ente mittlerweile ohne zu zögern annimmt. Schon bei den Vorbereitungen war gut zu erkennen, dass sie den Geruch des Getiers seeeeeehr spannend findet. Und so hastete sie voller Motivation los und brachte die Ente ohne weitere Ermunterungen zu mir. Allerdings packte sie das arme Tierchen das ein oder andere Mal am Flügel. Hier brauchen wir sicher einfach noch mehr Routine.

Nach jeweils zwei Markierungen mit beiden Wildarten, die zufriedenstellend gemeistert wurden, ging es an ein nahegelegenes Gewässer. Eigentlich sollte Frank die Ente ins Schilf werfen, doch leider war der Bewuchs um den See herum so verwuchert, dass es kein Durchkommen gab. Da ich den Wasserapport jedoch unbedingt mal ausprobieren wollte, wurde die Ente für den Anfang einfach mitten ins Gewässer geworfen. Oh, und das fand die Maus spannend! Beim Anblick der treibenden Ente leuchteten ihre Augen. Also schickte ich sie und war sehr erleichtert, als sie die Ente problemlos aufnahm, anschließend anlandete und prima in die Hand übergab. In unserem Fall lautet es also eher: Nasse Ente ist super! Trockene Ente… muss nicht sein.

Als letzte Aufgabe folgte eine Schleppe mit dem Kaninchen. In der Zwischenzeit hatte ich die Schleppenarbeit hin und wieder mit einem Dummy geübt. Probleme bereiten uns jedoch weiterhin die Winkel, die Frieda einfach gern überläuft und dann in eine Freiverlorensuche übergeht, wenn sie die Schleppe nicht schnell genug wieder findet. Wir starteten mit einer Strecke von 60 Metern geradeaus, bevor ein runder 90°-Winkel und weitere 45 Meter geradeaus kamen.  Schleppenarbeit macht Frieda auf jeden Fall riesigen Spaß. Fängt das Ritual an, bei dem ich ihr zunächst den „Anschuss“ zeige, ist sie immer sehr konzentriert und voller Vorfreude. Auf der Schleppe arbeitet sie nachwievor meist mit tiefer Nase direkt auf der Schleppe – was mitunter ziemlich witzig aussieht, wenn sie Fahrt aufnimmt. Die Hinterbeine sind dann immer schneller als die tiefe Nase, weswegen sie häufig in einen Hoppelgalopp übergeht, bei dem sie beide Hinterbeine gleichzeitig an ihren Ohren und ihrer Nase vorbei nach vorne schleudert. Zunächst überlief die den Winkel kurz, suchte etwas, fand dann aber schnell die weitere Spur und brachte das Kaninchen sofort zu mir. Super! Ich war sehr glücklich mit unserem Training an diesem Tag.

In den letzten drei Tagen waren wir mal wieder im hessischen Heimatland unterwegs, da Frank und ich auf eine Hochzeit eingeladen waren. Frieda verbrachte den Samstag fast komplett bei meinen Eltern, aber nach eigenen Aussagen kamen alle drei prima miteinander aus. Obwohl Frieda auch dieses Mal ziemlich unausstehlich weil sehr aufdringlich und hibbelig wurde. Tja, so ist das, wenn man die Familie besucht. Die viele Aufmerksamkeit steigt Hundi dann immer ziemlich zu Kopfe. 🙂

Außerdem ereilte uns in der letzten Woche die großartige Nachricht, dass mein Schwesterchen samt hündischem Anhang im nächsten Jahr für längere Zeit Deutschland besuchen wird. Juchuuuuuh! Wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen mit Kathrin und Jamie sowie natürlich das Kennenlernen des jüngsten Sprosses, Pippin. Leider wurde die Vorfreude kurz darauf etwas getrübt, als mir auffiel, dass Friedas Läufigkeit rein rechnerisch genau in die Zeit fallen könnte, in der wir gemeinsame Urlaubspläne schmiedeten. Nun war sie bisher ja nur zwei Mal läufig, deshalb hoffe ich, dass das mit dem Abstand vielleicht noch nicht ganz so aussagekräftig ist und es nicht zum Worst Case kommen muss. Das wäre vielleicht eine Frage an die anderen Hündinnenbesitzer, was meint ihr?

3 Antworten to “In the meantime”

  1. Kathrin mit Jamie und Pippin Says:

    Ach, herrlich, Hoppel-Frieda auf der Schleppe kann ich mir nur allzu gut bildlich vorstellen 🙂 🙂 🙂

  2. Nele Says:

    Ich lese hier schon eine ganze Weile mit, von daher muss ich nun wirklich mal einen Pfotenabdruckl hinterlassen. Das mit der Schleppe wird schon werden. Manchmal hilft es bei sehr schnellen Hunden, wenn man die Schleppe erst einmal am Riemen arbeiten läßt, so dass Winkel gar nicht erst überlaufen werden. Hat mit meinem Hund jedenfalls gut geklappt, besonders wenn man die Schleppe eine Zeit lange ’stehen‘ läßt. Ansonsten ist das die reinste Geruchsautobahn und die überrennen schnelle Hunde gerne.
    Aber weiter so bei euch!

    LG
    Nele

  3. ppfrieda Says:

    Hallo Nele, ich freue mich immer seeeeehr über neue Leser – besonders jene, die sich auch zu erkennen geben! Vielen Dank für Deinen Post und die Tipps. Ja, nachdem ich auf den Riemen wohl etwas zu früh verzichtet hatte, festigen wir das Ganze jetzt lieber weiterhin „under control“. Auf jeden Fall macht es wirklich Spaß. 🙂

    Übrigens soll ich Dir einen dankenden Schlabberer von Frieda ausrichten – sie liebt ihr SleepyDog über alles!

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